07. Dezember 2001
Sorge um Zukunft der Jugend- und Sozialarbeit
Stadtkirchentag appelliert: Stadt sollte Sparvorschläge überdenken
Die jüngsten Sparvorschläge der Stadtverwaltung im Jugend- und Sozialbereich stoßen im Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband auf Widerstand. Er sieht durch weitere Kürzungen "Grundlagen der örtlichen Gemeinschaft und des sozialen Zusammenlebens" gefährdet.
Konsequent appelliert das Parlament des Verbandes an Rat und Verwaltung der Stadt, die Sparmaßnahmen zu überdenken und in diesen sensiblen Bereichen mit dem Rotstift zurückhaltender zu Werke zu gehen. Die Resolution wurde während der Dezember-Sitzung des Stadtkirchentags im Haus der Evangelischen Jugend in Linden einstimmig verabschiedet.
Zuvor war bei Beratungen über den Haushalt des Verbandes für 2002 und 2003 deutlich geworden, dass die Sparvorschläge aus dem Rathaus erheblichen Einfluss auf die kirchliche Finanzplanung haben. Immerhin ist der Ev.-luth. Stadtkirchenverband in vielen gemeinsam finanzierten Einrichtungen und Projekten ein verlässlicher und starker Partner der Stadt. Diese bislang bewährte und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bemühen um soziale, kind- und jugendgerechte Lebensverhältnisse dürfe nicht zur Disposition stehen, meint der Stadtkirchentag
Die Resolution im Wortlaut
Mit Sorge verfolgt der Stadtkirchentag die Absicht der Stadt, im Jugend- und Sozialbereich erheblich einzusparen.
Eine Kommune erhält aber gerade mit ihrer Förderung für die Jugend- und Sozialarbeit die Grundlagen der örtlichen Gemeinschaft und des sozialen Zusammenlebens. Darin liegt zugleich eine wichtige Prävention gegenüber Gewalt und sozialem Abstieg.
Sie muss sich gerade auf diesen Gebieten auch um eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Kräften und freien Trägern bemühen, die einen wesentlichen Beitrag zu sozialen und jugend- und kindgerechten Lebensverhältnissen leisten.
Deshalb appellieren wir an Rat und Verwaltung der Stadt, die Sparmaßnahmen noch einmal in Einzelnen zu überdenken und die Kürzungen in diesem Bereich zu reduzieren.
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