14. September 2001
Großes Fest nach 100 Jahren
Festwoche zum Jubiläum der Lukaskirche in der Nordstadt
"Wir wollen die Spannweite des Menschlichen ausloten" , umreißt Dr. Bogislav Burandt die Zielsetzung des Programms zum 100-jährigen Bestehen der Lukaskirche. Der 39-Jährige ist Pastor der Jubiläums-Gemeinde, die vom 23. bis 30. September sowie an drei Tagen im Oktober mit einem vielfältigen Programm das große Ereignis feiern will – "und alle sollen mitfeiern können", betont Burandt. Obwohl das "echt" Jubeldatum der 20. Oktober ist, hatte der Festaussschuß unter dem Vorsitz des promovierten Kirchenhistorikers Burandt den Schwerpunkt der Feierlichkeiten vor die Herbstferien gelegt, um Terminkonflikte zu vermeiden.
Eröffnet wird die Festfolge am Sonntag, 23. September, mit einem Gottesdienst ab 10 Uhr in der Lukaskirche. Erwartet werden dazu unter anderem die hannoversche Landesbischöfin,Dr. Margot Käßmann, und Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg. Für musikalische Akzente sorgen der ehemalige Organist der Gemeinde, Jörg Strodthoff, sowie Posaunen der Stadtmission und der Lukaskirche. Ab 11.30 Uhr folgen ein Empfang und ein gemeinsames Mittagsessen (12.30 Uhr). An diesem Tag wird auch die rund 200-seitige Jubiläums-Festschrift präsentiert. "Tradition und Modere" ist eine Buchausstellung mit Erläuterungen überschrieben, die Texte und Bilder zum Jubiläum zusammenfaßt. Sie ist am Montag, 24. September, von 11 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr in der Lukasbücherei zu sehen. Am Abend ist Professor Dr. Gert Jeremias aus Tübingen zu Gast. "Der Evangelist Lukas – Historiker und Theologe" ist ab 19.30 Uhr sein Thema.
Am Dienstag, 25. September, beginnt um 16.30 Uhr ein Fest für Jugendliche und Konfirmanden. Unter der Motto "Spurensuche! Wer bin ich? – Wo ist Gott?" wird zunächst ein Jugendgottesdienst gefeiert, bevor Entdeckungen, ein gemeinsames Essen und eine Disco folgen. Vor allem Kinder und Senioren sind am Mittwoch, 26. September, angesprochen. Ab 15.30 Uhr lädt Kirchenclown Till aus Pforzheim alle zu einer "Reise durch die Bibel" ein. Von 16.30 bis 18 Uhr gibt es für die Kinder ein Programm mit einem gemeinsamen Essen, während sich die Senioren bei Kaffee und Kuchen von Kaffeehausmusik mit dem Quartett "Melange" unterhalten lassen.
Am Mittwoch abend feiert die Theatergruppe "Kleine Bühne" mit "Double Feature", einem Querschnitt durch die Bühnenwelt, ein Doppeljubiläum: 100 Jahre Lukaskirche und 15 Jahre "Kleine Bühne". Mit dem "Bibelteilen", einer besonderen Form der Bibelarbeit, beschäftigen sich die Hauskreise der Gemeinde am Donnerstag, 27. September, ab 18 Uhr. Dazu sind auch Gäste willkommen. Der Lukaschor begleitet den Abend musikalisch. Ein fröhliches buntes Programm steht am Freitag, 28. September, beim Familiennachmittag von 15.30 bis 18 Uhr auf der Festfolge. Kaffee und Kuchen, Mitmachtänze, Bastelaktionen, Flötenmusik und vieles mehr werden den Gästen geboten.
Zm Frauen-Frühstück am Sonnabend, 29. September, ab 9 Uhr wird Dr. Elisabeth Moltmann-Wendel aus Tübingen mit ihrem Vortrag "Frauen glauben anders" erwartet. Am Abend beginnt um 20 Uhr die Musiknacht zum Lukasjubiläum mit Instrumentalem und Vokalem von Bach bis Blues, von Gospel bis Gershwin. Der Musikmarathon klingt mit einer Mitternachtsandacht aus.
Am Sonntag, 30. September, wird ab 10 Uhr ein Erntedank-Gottesdienst gefeiert, den unter anderem die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten mitgestalten.
Die Wochen bis zum eigentlichen Jubiläumstag am Sonnabend, 20. Oktober, werden mit zwei Abendveranstaltungen überbrückt: Am Freitag, 5. Oktober, wird der zweite Pastor der Gemeinde, Manfred Ollech, ab 19.30 Uhr eine Bibelarbeit zum Weihetext der Lukaskirche "Heute ist diesem Hause Heil widerfahren" gestalten. Am Freitag, 12. Oktober, wird der ehemalige hannoversche Landesbischof D. Horst Hirschler ab 19.30 Uhr über "Lukaskirche und Landeskirche in der NS-Zeit" referieren.
Ein Dankgottesdienst unter anderem mit Superintendent i. R. Gottfried Kawalla sowie ehemaligen und aktiven Pastoren und Mitarbeitern der Gemeinde beginnt am 20. Oktober um 17 Uhr. Anschließend folgt ein Abend für Ehemalige. Während der gesamten Jubiläumszeit wird in der Lukaskirche die Ausstellung zu sehen sein, die die wechselvolle hundertjährige Geschichte verdeutlicht. Neben Texten und Fotos sind auch die geretteten Kirchenschätze zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am 23. September. Sie vom 23. bis 30. September jeweils von 10 bis 12 sowie von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Anschließend bis zum 20. Oktober während der Büroöffnungszeiten montags, dienstags und donnerstags 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 16 bis 18 Uhr.
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