23. August 2001
Face-Lifting für Luther-Denkmal
Der Reformator weilt zur Schönheits-Kur in Pattenser Kunstschmiede
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| 1,3 Tonnen am Haken: Zur gründlichen Renovierung wurde das Luther-Denkmal von seinem Sockel im Schatten der Marktkirche gehoben. |
Seine mehr als hundertjährige wechselvolle Geschichte hat deutliche Spuren hinterlassen. Jetzt wird das Martin-Luther-Denkmal gründlich renoviert, bevor es auf seinen Sockel neben dem Portal der Marktkirche zurückkehren soll.
Mit schwerem Geät wurde die 1,3 Tonnen schwere Statue vom Podest gehoben. In den kommenden Wochen weilt der hannoversche Bronze-Luther zur Schönheitskur in der Kunstschmiede Siebert in Pattensen.
Ein Vierteljahrhundert ist vergangen, seitdem das Denkmal das letzte Mal seinen Platz verlassen hatte. 1976 war es im Anschluß an das Altstadtfest vom Sockel gestürzt. Den hatte es am Abend des Reformationsfestes 1952 nach kriegsbedingten Irrfahrten bezogen.
Von seiner Enthüllung am 10. November 1900 bis zum Abtransport 1941 in die Metallschmelze – der es zum Glück entging – hatte die von Carl Dopmeyer geschaffene Bronzestatue mitten auf dem Marktplatz gestanden.
Zu seinem 100. Jubiläum war das Denkmal auf seinem wenig exponierten Standort wieder in den Blickpunkt gerückt. Dabei wurde vor allem der Zustand der Statue und ihres Sockels gerügt. Das jetzt begonnene Face-Lifting ist die Konsequenz.
Während der wuchtige Bronze-Luther, dessen linker Fuß die päpstliche Bannbulle zertritt, in Pattensen aufgearbeitet wird, soll der Sockel im Schatten des Marktkirchenturms gründlich gesäubert und imprägniert werden. Die Kosten dafür (deren Höhe vom Aufwand abhängt) wollen die Stadt Hannover und die Marktkirchen-Gemeinde übernehmen.
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