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14. Juni 2002
Staat würdigt kirchliches Ehrenamt

Verdienstkreuze für Dr. Renate Born und Ursula Johannes

Gleich zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen aus Gemeinden des Ev.-luth. Stadtkichenverbandes Hannover wurden jetzt mit Bundesverdienstkreuzen am Bande ausgezeichnet. Damit würdigt die Bundesrepublik Deutschland die Verdienste von Dr. Renate Born und Ursula Johannes. Beide sind seit vielen Jahren in zahlreichen kirchlichen Ehrenämtern engagiert.

Als Dr. Renate Born vor fünf Jahren mit dem Vorsitz im Kirchenvorstand der Willehadi-Gemeinde auch die Geschäftsführung der Kirchengemeinde in Garbsen übernahm, konnte sie bereits auf jahrzehntelange Erfahrung im kirchlichen Ehrenamt zurückblicken. Die Wurzeln gehen dabei auf ihren Einsatz in der Hausaufgabenhilfe für ausländische Kinder im Saarland zurück. Dabei konnte die promovierte Geografin, Jahrgang 1938, ihr Wissen und ihre Qualifikation als Lehrerin besonders wirkungsvoll einbringen.

Mit ihrem Umzug nach Garbsen vor zwölf Jahren wurden diese Erfahrungen am sozialen Brennpunkt Auf der Horst wieder abgerufen. Doch in der neuen Umgebung kamen schnell weitere Aufgaben und Herausforderungen hinzu. Inzwischen ist die Liste der sozialen und diakonischen Tätigkeiten von Dr. Ursula Born lang. Doch über den vielfältigen Einsatz mit den erforderlichen Verhandlungen und Gesprächen in Gremien und Verwaltungen verliert die gebürtige Stettinerin die Bedeutung persönlicher Kontakte zu den Menschen in ihrer Gemeinde nie aus dem Blick.

Umfangreich ist auch die Zusammenschau der ehrenamtlichen Aufgaben, die Ursula Johannes in ihrer Gemeinde und darüber hinaus wahrnimmt. Bereits seit Jahrzehnten gehört sie zu den Mitgliedern der Lister Matthäus-Gemeinde, die deren Leben entscheidend prägen. Unter anderem war die 69-jährige bis zur Strukturreform des Stadtkirchenverbandes Beauftragte für Frauenarbeit ihres Kirchenkreises.

Seit mehr als 20 Jahren steht sie für den Treffpunkt nach dem Gottesdienst in der Matthäuskirche, den sie einst ins Leben rief. Die Leitung eines Gesprächskreises, die Organisation des Osterfrühstücks sowie ihr Engagement in der Sterbebegleitung sind weitere Mosaiksteine.

Über die Gemeindegrenzen hinaus wirkt Ursula Johannes jährlich an einem besonderen Datum: Sie sorgt dafür, dass am 24. Dezember die Weihnachtsstube im Gemeindehaus für Menschen offen steht, denen das Alleinsein am Heiligen Abend besonders schwer fällt. (14VI2002/js)






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