20. Dezember 2002
Strom von Menschen in der Kreuzkirche
ESG präsentiert Installation von Helen Escobedo zum Schicksal von Flüchtlingen
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| Mit kleinen Unterschieden in Haltung und Ausstattung verleiht Helen Escobedo ihren Figuren Individualität. (Foto: Tina Behrendt, Bonn) |
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Ein Schicksal, das Millionen von Menschen überall auf der Welt immer wieder trifft, beschäftigt die mexikanische Künstlerin Helen Escobedo. Ihr Projekt „Die Flüchtlinge“ führt die Dramatik von Vertreibung, Entwurzelung, Abschied und Neuanfang vor Augen. Ab Dienstag, 14. Januar, ist die beeindruckende Installation in der hannoverschen Kreuzkirche zu sehen.
Helen Escobedo erzählt mit ihrer Installation von den Millionen von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen fliehen müssen. Sie verlieren ihre Heimat, ihre Familie, ihren Besitz und müssen ihr Leben in einem anderen Land neu aufbauen – bei Null beginnend, oft in aller Stille und ohne dass die Außenwelt davon Kenntnis nimmt.
61 lebensgroße Figuren verschmelzen in der Installation zu einem Strom von Menschen. Nur auf den ersten Blick sind sie uniform. Bei genauerer Betrachtung werden die Unterschiede in Haltung, Ausdruck und Bekleidung deutlich. Die Figuren gewinnen Individualität.
Das Projekt von Helen Escobedo ist vom 14. Januar bis 5. Februar in der Kreuzkirche in der hannoverschen Altstadt zu sehen.
Die Evangelische Studentinnen- und Studenten-Gemeinde Hannover (ESG) lädt im Begleitprogramm zu folgenden Veranstaltungen in ihre Räume, Kreuzkirchhof 1-3, ein:
- Mittwoch, 8. Januar, 19.30 Uhr, Filmabend „Der Marsch“ (GB 1990);
- Dienstag, 14. Januar, 20 Uhr, Ausstellungseröffnung mit Rolf Koppe, Auslandsbischof der EKD, und Gudrun Angelis, Frauen Museum Bonn, in der Kreuzkirche (!);
- Mittwoch, 15. Januar, 19.30 Uhr, Vortrag „Hoffnung Europa – Migration aus Afrika“ mit Lahsen Boukhriss;
- Mittwoch, 22. Januar, 19.30 Uhr, Vortrag „Ärzte ohne Grenzen: Medizinische Versorgung im Flüchtlingslager“;
- Mittwoch, 29. Januar, 19.30 Uhr, Vortrag “Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft“ mit Professor Dr. Axel Schulte, Uni Hannover;
- Mittwoch, 5. Februar, 19.30 Uhr, Vortrag „Migration als Lebenserfahrung – Literatur afrikanischer Migranten“ mit Dr. Sonja Lehner, Uni Hannover.
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