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17. Juni 2003
Obertonkonzert in der Marktkirche

Reinhard Schimmelpfeng und Birke Licht bieten besonderes Klangerlebnis

Zur Langen Nacht der Museen gibt es am Freitag, 20. Juni, ab 21 Uhr (!) in der hannoverschen Marktkirche ein besonderes Klangerlebnis. Zu einem Obertonkonzert sind Reinhard Schimmelpfang und Birke Licht zu Gast. Der Eintritt kostet 5 Euro.


Der Bremer Musiker Reinhard Schimmelpfeng verbindet in seinem meditativen Klangkonzert archaische Ober- und Untertongesänge mit einem einzigartigen Obertoninstrumentarium. Der chinesische Symphonic–Gong und die slowakische Obertonflöte „Fujara“, die indische Tambura und das australische Didgeridoo versprechen zusammen mit der Obertonstimme ein einzigartiges schwebend–zartes wie pulsierend–vitales Klangerlebnis. Die Klänge der chinesischen Äolsharfe, deren Saiten schon durch feines Anblasen zum Klingen gebracht werden können, laden die Hörerinnen und Hörer mit ihrer Farbigkeit und Freiheit auf ganz besondere Weise zu empfindsamer Wachheit ein.

Vertrautes und Neues zugleich kann auf diese Weise entdeckt werden. Anklänge an Alte Musik werden dabei ebenso lebendig wie Aspekte der Neuen Musik. Die Kompositionen von Reinhard Schimmelpfeng regen an zu inneren Bildern, ermuntern zu achtsamer Teilnahme und schenken unseren Ohren Raum, Weite und Entspannung.

Die Töne, die der Bremer Obertonkünstler seiner Kehle entlockt, wirken archaisch.
Selten folgen sie einer erkennbaren Melodie, scheinen im Raum zu schweben und sich aus sich selbst heraus zu verändern. Meist sind es Klänge ohne Worte, doch zuweilen hört man Anklänge an die großen christlichen Mantren – z.B. das Kyrie, Halleluja und Amen – oder eine altkirchliche Antiphon, die ganz zu Klang aufgelöst werden.

Schimmelpfeng konzertiert überwiegend in Kirchen, weil seine Musik geistlichen Ursprungs ist und die akustischen Verhältnisse eines Kirchenschiffes seine Klangsprache ideal zur Geltung bringen. Dort können sich die reichhaltigen Obertonspektren wie farbige Kirchenfenster entfalten.

Besondere Aufmerksamkeit richtet Schimmelpfeng auch auf das Einbeziehen des Kirchenraumes, den er auf vielfältige Weise auf seine Resonanz hin abfragt und ihn so in seinen klanglichen Dimensionen lebendig und selbst zum Instrument werden läßt.

Mit der Sopranistin Birke Licht wird Schimmelpfeng auch Kompositionen für Frauenstimme, Obertongesang, Windharfe und Tambura spielen. Ein reizvoller Zusammenklang zweier Stimmen, in dem die Männerstimme mit ihrem Grundton und den Obertönen die Frauenstimme sozusagen einrahmt und Klänge in schwingender Transparenz entstehen.






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