Archiv
- 2012
- 2011
- 2010
- 2009
- 2008
- 2007
- 2006
- 2005
- 2004
- 2003
- 2002
- 2001
- 2000
- 1999
- 1998
- 1997
Aktuelle Meldungen
Berichte
18. Juli 2003
Pastorin war bereits zur Konfirmation der Wunschberuf

Superintendentin Gisela Fähndrich feiert ihren 60. Geburtstag

Gisela Fähndrich

Die familiären Wurzeln in einer württembergischen Pfarrersfamilie haben den Lebensweg von Gisela Fähndrich bereits früh vorgezeichnet. Für die gebürtige Tübingerin stand bereits zur Konfirmation fest, dass sie Pastorin werden wollte. Ein Ziel, dass sie konsequent verfolgt hat – gegen viele Widerstände und hartnäckige Skeptiker, mit denen sich die ersten Frauen in der von Männern dominierten kirchlichen Struktur besonders intensiv auseinandersetzen mußten. Ihren 60. Geburtstag feiert Gisela Fähndrich am 10. Juli 2003 als Superintendentin des Amstbereiches Garbsen/Seelze im Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband Hannover, dessen stellvertretende Stadtsuperintendentin sie seit zweieinhalb Jahren ebenfalls ist.

Die große Rolle, die Glaube und Frömmigkeit im Elternhaus in Tübingen spielten, sorgten schon früh für eine intensive Auseinandersetzung mit dem kirchlichen Themenkreis. Dies mündete nach dem Abitur 1962 direkt ins Theologiestudium. Stationen waren Tübingen, Göttingen und Bonn.
Zum ersten Examen kehrte die angehende Pastorin nach Niedersachsen zurück, denn zu dieser Zeit hatte die Landeskirche Hannovers bereits ein Pfarrerinnengesetz, was für Gisela Fähndrich zwingende Voraussetzung für den Einstieg ins Berufsleben war.

Doch zunächst nutzte sie die Chance zu einem Jahr an der theologischen Hochschule in Louisville/Kentucky, wo sie unter anderem als Klinikseelsorgerin ausgebildet wurde. Auch während der folgenden drei Jahre als Mitarbeiterin der Uni Göttingen blieb der Wunsch, als Gemeindepastorin zu arbeiten, stärker als das Bestreben, die begonnene Doktorarbeit zu vollenden.

Im Sommer 1972 war es endlich Zeit für den Wechsel. Die 29-jährige wurde Vikarin in Ahlem und bestand zwei Jahre später am Predigerseminar in Hildesheim als eine von drei Frauen des Jahrgangs das zweite Examen.

Die erste Pfarrstelle trat sie in der Bodelschwingh-Gemeinde in Hannover-Ledeburg an, von wo aus sie 1979 an das Religionspädagogische Institut nach Loccum wechselte. Dort folgten sechs Jahre als Dozentin für Konfirmandenarbeit.

Seitdem ist die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein Schwerpunkt von Gisela Fähndrich geblieben. Schon als Pastorin in Sehnde (ab 1985) und stellvertretende Superintendentin im Kirchenkreis Burgdorf (ab 1986) hat sie sich diesem Bereich gewidmet.

Diese Kompentenz wurde auch im Stadtkirchenverband Hannover schnell erkannt, in dessen Leitungsgremien Gisela Fähndrich seit 1993 als Superintendentin des ehemaligen Kirchenkreises und heutigen Amtsbereiches Garbsen/Seelze vertreten ist. Derzeit ist sie Vorsitzende der beiden Fachbereichsausschüsse für Jugendarbeit und Schulfragen sowie des Kindertagesstättenausschusses.

Darüber hinaus engagiert sich Gisela Fähndrich stark für die Jugendwerkstatt Garbsen sowie für die Erziehungs- und Lebensberatungsstelle, war zwölf Jahre Mitglied der EKD-Synode, ist Sprecherin des Kuratoriums für das Frauenstudien- und –bildungszentrum der EKD sowie seit fast einem Vierteljahrhundert in Beirat und Vorstand der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen aktiv. (Joachim Stever/1VII2003)






© 1998-2010
Evangelisch-lutherischer Stadtkirchenverband Hannover
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Hanns-Lilje-Platz 3, 30159 Hannover
fon (+49) 0511 - 301876-16, Joachim Stever
fax (+49) 0511 - 3681358

Kontakt & Impressum