15. August 2003
Eine Nacht mit 400 Stunden zwischen Meditation und Samba-Rhythmen
Hannovers Kirchen präsentieren sich offen, lebendig und kreativ
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da. Keinesfalls die Nacht vom 5. zum 6. September 2003, denn in ihr erlebt Hannover seine erste „Lange Nacht der Kirchen“.
Gospelchöre, Turmbesteigungen, Lichtperformance, Gregorianische Gesänge, Kirchenführungen, Klettern am Kirchturm, die Nacht der Genüsse, Mitternachtsmeditationen, Brasilianische Nacht, Ausstellungen und Lesungen sind nur einige Programmhöhepunkte in den einzelnen Kirchengemeinden. Die haben sich mit enormem Einfallsreichtum und aufwändigen Vorbereitungen für das große Ereignis gerüstet.
„Wir wollen nach außen zeigen, was wir wollen, was wir können und was wir zu bieten haben“, umreißt Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann den Grundgedanken der Langen Nacht. Mehr als 15 000 Besucherinnen und Besucher werden in den Kirchen erwartet. Diese sollen die eigentlichen „Stars“ der Nacht sein, denn in ihnen gibt es über das Programm hinaus unendlich viel zu entdecken. Daher gehören Kirchenführungen bei nahezu allen Gastgebenden dieser Nacht zum festen Programm.
63 Kirchen werden in dieser Nacht in den verschiedenen Stadtteilen geöffnet sein und die Menschen zum Erkunden der Gotteshäuser einladen. Die Zahl der beteiligten Gemeinden und Einrichtungen ist sogar noch höher, weil in verschiedenen Regionen der Stadt mehrere Gemeinden gemeinsam an einem Veranstaltungsort das Programm gestalten.
Wie vielfältig und lebendig das Leben in den Kirchengemeinden ist, spiegelt sich in dieser langen Nacht wider. Mit viel Kreativität ist in den Kirchen unterschiedlicher Konfessionen ein kulturell interessantes Programm entwickelt worden. Mit 425 Einzelveranstaltungen lädt es die Menschen zu mehr als 400 Stunden Programm ein.
Eine wesentliche Idee ist dabei die Mobilität der Gäste. Sie werden angeregt, während der Langen Nacht zwischen verschiedenen Kirchen unterwegs zu sein, nachdem sie sich aus dem Programm und für sie besonders interessanten Kirchen ihre ganz individuelle Tour zusammengestellt haben.
Beginn ist überall um 18 Uhr. Das Ende hingegen ist offen, denn an verschiedenen Orten soll es nach dem mitternächtlichen Segen weitergehen. „Diese Nacht sollten Sie nicht verschlafen“, rät Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann. Er ist Vorsitzender der Projektgruppe, in der die Fäden für die erste Lange Nacht der Kirchen in Hannover zusammenliefen. Mit dabei sind die Kirchengemeinden des Ev.-luth. Stadtkirchenverbandes Hannover, dessen Fachbereich Citykirche hinter der Lange Nacht steht. Mit dabei sind außerdem Gemeinden der katholischen Kirche in der Region Hannover, die Freikirchlichen Gemeinden und die Adventgemeinde.
Als besonderer Service wird dafür ein kostenloser Shuttle-Dienst mit Bussen der üstra eingerichtet. Auf vier festen Routen (Nord, Ost, Süd und West) werden insgesamt 12 Busse unterwegs sein und nahe der Kirchen halten. Der Knotenpunkt für alle vier Strecken ist dabei vor der Marktkirche in der Innenstadt, so dass zwischen den Routen auch gewechselt werden kann. Von der Marktkirche aus starten die Busse ab 18 Uhr im Halb-Stunden-Takt.
Das ausführliche Programmheft mit 74 Seiten gibt es jetzt in allen Kirchengemeinden und an vielen weiteren Stellen in Hannover und der Region.
Informationen erhalten Sie auch unter den Telefonnummern 0511 – 30 18 76 18 und 30 18 76 16 im Referat für Öffentlichkeitsarbeit des Ev.-luth. Stadtkirchenverbandes Hannover.
Natürlich finden Sie das komplette Programm auch im Internet unter www.LangeNachtDerKirchenHannover.de
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