17. September 2006
Hannover feiert Leibniz-Festtage
Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis bietet abwechslungsreiches Programm
Bereits zum dritten Male lädt die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis vom 2. bis 17. September zu den Leibniz-Festtagen in Hannover ein.
Das Programm unter dem Motto „Leibniz und Europa“ reicht im Jahr seines 360. Geburtstages von Barockgottesdiensten und Lesungen über Festvorträge und Konzerte bis hin zu einer Barocknacht in der Neustädter Kirche. Neu hinzu kommt in diesem Jahr ein Leibniz-Fest, das am Sonnabend, 2. September, auf dem Neustädter Marktplatz die Festtage eröffnet.
Ziel der Leibniz-Festtage ist es, einen Ort für Gesprächskultur zu schaffen, an dem sich Menschen aller Gesellschaftsbereiche begegnen und austauschen können - sowohl auf unterhaltsame Art auf dem Leibniz-Fest als auch wissenschaftlich wäh-rend der Vortragsveranstaltungen. „Wir möchten einen Weg aufzeigen, sich der Geschichte und der eigenen Kultur zu nähern. Leibniz dient allen Menschen dabei als Identifikationsfigur, um einen Zugang zu ihrer Geschichte zu finden und stolz darauf zu sein, in einer Stadt zu leben, die Kultur hat“, so Pastorin Trauschke.
Bereits einen Tag vor dem Fest, am Freitag, den 1. September, spaziert „Leibniz höchstpersönlich“ mit seiner damaligen Gesprächspartnerin Kurfürstin Sophie vom Kröpcke zum Platz der Weltausstellung und gibt den Hannoveranern die Mög-lichkeit, ihrem populärsten Einwohner Fragen zu stellen und so ein Stück Kultur ihrer Stadt wiederzuentdecken.
Am 2. September begrüßen Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg und das BarockEnsemble Herrenhausen die Gäste in einer Eröffnungsveranstaltung. Auf alten Spuren in der Neustädter Kirche und auf der Meile der Toleranz berichtet „Leibniz“ Interessierten über sich, sein Leben und das Stadtbild Hannovers im
17. Jahrhundert. Verschiedene Marktstände laden Kinder und Erwachsene zum Verkleiden und Schminken nach alter Barockkunst mit anschließender Fotostunde ein. Bei einem Wettbewerb um das schönste Barockgedicht können Teilnehmer ihre poetische Ader unter Beweis stellen. Kulturpädagogische Projekte bringen Leibniz’ Erfindungen und Erkenntnisse Kindern und Jugendlichen näher, und eine Preisverleihung ehrt den ehrenamtlichen Mitarbeiter des Jahres für herausragendes Leibniz-Engagement. Für Musik und Tanz sorgen das „Wieczorek-Ensemble“ der Hochschule für Musik und Theater und die Tanzakademie Brakel
Vom 3. bis 17. September findet die Veranstaltungsreihe der 3. Leibniz-Festtage statt. Unter dem Thema „Leibniz und Europa“ setzen sich verschiedene Vorträge mit Leibniz und seiner Beziehung zu europäischen Staaten und deren Politik auseinander. Im Festvortrag am 15. September geht es um die „Befreiung der Sinne und des Gefühls“, während musikalisch gesehen Händel und Leibniz zusammentreffen. Barocklyrik und der Briefwechsel von Leibniz mit Caroline Prinzessin von Wales stehen in der „Langen Nacht der Kirchen“ am 8. September im Mittelpunkt. Auch die begleitenden Gottesdienste greifen barocke Elemente auf.
Das gesamte Programm der Leibniz-Festtage ist in einem Faltblatt zusammengefasst.
Im Internet:
http://www.leibniz-festtage.de
Das von Pastorin Martina Trauschke initiierte Leibniz-Fest und die Leibniz-Festtage sind ein Projekt des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover Fachbereich Citykirche.
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