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17. Oktober 2006
Hannovers Diakonie steht auf gegen Armut

Walter Lampe unterstützt weltumspannende UN-Kampagne Stand Up

Mit ihrer Aktion Stand Up wollen die Vereinten Nationen ein weltweites Zeichen zum Internationalen Tag der Armutsbekämpfung am Dienstag, 17. Oktober, setzen. Zuvor sollen sich rund um den Globus möglichst viele Menschen in zahlreichen Einzelaktionen an ihren jeweiligen Lebensorten an der Aktion Stand Up beteiligen und gegen Armut aufstehen. Hannovers Diakoniepastor Walter Lampe unterstützt diese weltumspannende Aktion gegen Armut.

Die Millenniumsentwicklungsziele der UN sehen vor, bis 2015 die Anzahl der in Armut und Hunger lebenden Menschen zu halbieren, eine Grundschulbildung für alle Kinder weltweit zu gewährleisten, die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu reduzieren und die Bekämpfung von Krankheiten wie beispielsweise HIV/Aids und Malaria voran zu bringen.

Immer noch ist jeder sechste Mensch auf der Welt existentiell arm. Das heißt, er verfügt über ein Einkommen von weniger als einem Dollar pro Tag. Laut EU-Definition ist arm, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen gewichteten Nettoeinkommens (613 Euro) zur Verfügung hat. Dieser Wert der Armutsgefährdung beträgt für Deutschland 10025 Euro pro Person und Jahr.

In Hannover leben nach dem niedersächsischen Statistikamt 96000 Menschen an der Armutsgrenze. Der eben erschienene städtische Sozialbericht zählt mehr als 75000 Hannoveraner, die von staatlichen Transferleistungen leben. So lässt sich eine Armutsquote von 19,4 Prozent errechnen.

„Ein vorrangiges Ziel der diakonischen Arbeit ist die Bekämpfung von Armut und Einsamkeit. In zahlreichen Projekten wie z.B. Asphalt, Gesundheitsladen, Traktor Mobil, wie auch Mittagstischen für Kinder und Integrationsprojekten wie HIPPY wird die Lebenssituation armer Menschen deutlich verbessert“, so Pastor Walter Lampe.

Der Leiter des Diakonischen Werkes hat in einem Brief die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, sich an der Stand Up-Aktion in Hannover am Montag, 16. Oktober, um 12 Uhr an ihrem Arbeitsplatz zu beteiligen. „Und wir stehen auf – nicht weil wir um Almosen betteln, sondern weil wir Gerechtigkeit fordern!“, heißt es in der Stand Up-Erklärung der Millenniumskampagne.

Mehr über die Kampagne der UN im Internet:
http://www.millenniumcampaign.de/stand-up






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