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19. November 2006
Bischof Kruse predigt über Stalingrad-Madonna

Gottesdienst und Treffpunkt sind Reuber-Kunstwerk gewidmet

Auf der Rückseite einer russischen Landkarte zeichnete der evangelische Pfarrer, Arzt und Maler Dr. Kurt Reuber im Kessel von Stalingrad Weihnachten 1942 eine ihr Kind bergende Mutter. Dies als Stalingrad-Madonna bekannt gewordene Werk wurde 1943 mit einem der letzten deutschen Flugzeuge aus Stalingrad ausgeflogen. Reuber starb im Januar 1944 in sowjetischer Gefangenschaft. Seine Madonna wurde für viele Menschen zum Symbol für die unsäglichen Leiden, aber auch der Versöhung.

Zum Volkstrauertag am Sonntag, 19. November, ist eine Kopie des Bildes aus dem Besitz der Familie in der hannoverschen Marktkirche zu sehen. Aus diesem Anlass wird der ehemalige Landesbischof von Berlin-Brandenburg, Martin Kruse, am Volkstrauertag im Abendgottesdienst ab 18 Uhr in der Marktkirche mit Bezug auf die Stalingrad-Madonna predigen.

Außerdem beschäftigt sich am Mittwoch, 15. November, ein Treffpunkt im Bödekersaal unter der Marktkirche mit dem Bild und seiner Geschichte. Zum Gespräch mit Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann wird ab 17 Uhr die Tochter von Kurt Reuber, Ute Tolkmitt, erwartet.

Das Original der Stalingrad-Madonna übergab die Familie des Künstlers 1983 auf Anregung von Bundespräsident Karl Carstens der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.






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