27. Oktober 2008
Der Begeisterung auf der Spur
Horst Hirschler über Luther, Elisabeth und Corvinus
Den „Urvater“ der hannoverschen Landesbischöfe rückt Horst Hirschler in den Fokus, wenn er am Montag, 27. Oktober, in der Corvinuskirche, Moorhoffstr. 28, an drei zentrale Figuren der Reformation im heutigen Niedersachsen erinnert: Martin Luther, Elisabeth von Calenberg und Antonius Corvinus. „Warum sie junge Menschen begeistern konnten“ versucht der Abt des Kloster Loccum und Alt-Landesbischof in seinem Vortrag zu ergründen. Beginn ist um 19 Uhr.
Antonius Corvinus, latinisiert für Anton Rabe, war zu Beginn des 16. Jahrhunderts Mönch im Kloster Loccum, bevor ihn seine Begeisterung für Martin Luther, bei dem er in Wittenberg studierte, auf den reformatorischen Weg führte. Elisabeth von Calenberg ernannte Corvinus 1542 zum Generalsuperintendenten des Fürstentums Braunschweig-Calenberg und machte ihn damit zum ersten Landesbischof der reformatorischen Bewegung. Luther selbst hat später ein begeistertes Vorwort zu einer Predigtsammlung des Luther-Fans Corvinus geschrieben.
Fürstin Elisabeth, die als maßgebliche Förderin der Reformation im hannoverschen Land gilt, war ihrerseits von Corvinus und Luther begeistert. Die Legende berichtet, dass sie Luther eines Tages sogar ein großes Paket Schafskäse nach Wittenberg geschickt haben soll.
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