20. November 2008
Erinnern - Gedenken - Handeln
Veranstaltungen zur Friedensdekade und zum Jahrestag der Pogromnacht
Unter dem Leitwort „Frieden riskieren“ beginnt am Sonntag, 9. November, die Ökumenischen FriedensDekade 2008. Am gleichen Tag jährt sich die Pogromnacht vom 9. November 1938 zum 70. Male. In vielen Gemeinden des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes werden FriedensDekade und Erinnerung an die Pogromnacht mit besonders ausgerichteten Gottesdiensten und Veranstaltungen begangen. Einen kleinen, wenngleich nicht kompletten Einblick in die Planungen dafür gibt die nachfolgende Zusammenstellung.
Psalmvertonungen der Romantik singen der MarkusChor und Solisten bereits am Sonnabend, 1. November, ab 19.30 Uhr in der Markuskirche. Andor Izsak, Chef des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik (EZJM) in Hannover leitet und moderiert den Abend, an dem Werke von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Cesar Franck und Franz Schubert erklingen.
„Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ ist das Sonntagsgespräch zur EKD-Friedensdenkschrift überschrieben, zu dem die Jakobi-Kirche in Kirchrode für Sonntag, 2. November, nach dem Gottesdienst ab ca 11.15 Uhr einlädt. Das einführende Referat hält Professor Dr. Senghaas-Knobloch aus Bremen, der stellvertretende Vorsitzende der Kammer für öffentliche Verantwortung der EKD. Das vom Friedenskreis der Jakobi-Gemeinde vorbereitete Gespräch wird von Pastor Matthias Stahlmann moderiert.
„Feuerriss durch die Welt – 70 Jahre nach dem Synagogenbrand“ ist das Vorabend-Gedenken in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Rote Reihe, betitelt, das am Sonnabend, 8. November, um 18 Uhr beginnt. Gemeinsam mit Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann, Israel Alter, Benjamin Z. Maissner und dem Organisten Alexander Ivanov gestaltet das Ensemble für Synagogale Musik unter der Leitung von Andor Izsak den Abend.
Auch Gottesdienste stehen am Sonntag, 9. November,im Zeichen des besonderen Datums. Um 10 Uhr beginnen sie
in der Tituskirche Vahrenheide (Gedenkgottesdienst mit Abendmahl zum Judenpogrom, gestaltet von Pastor Bretzke und der Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen),
in der Apostelkirche (Bittgottesdienst für den Frieden mit Taufe; Musik: Hans-Jörg von Mettenheim und Team; Predigt: Pastorin Katrin Woitack; anschließendem Gespräch mit Kirchenkaffee),
in der Dreifaltigkeitskirche (Gottesdienst mit Klezmermusik von Tania Alon; Predigt: Pastor Dr. Veit Laser)
und in der Heilig-Geist-Gemeinde (Kindergottesdienst „Ich will dir vom Frieden erzählen“ ,bis 13 Uhr).
Um 10.30 Uhr in der Markuskirche („Wachen und nüchtern sein“; Predigt: Pastor Bertram Sauppe)
und um 11 Uhr in der Nazarethkirche (Eröffnungsgottesdienst zur FriedensDekade) sowie
in der Hof- und Stadtkirche St. Johannis (Predigt: Pastorin Martina Trauschke).
„Erinnern – Gedenken – Handeln“ ist ein vom Hildesheimer Landessuperintendenten Eckhard Gorka moderierter Abend überschrieben, zu dem am Sonntag, 9. November, unter anderem Christine Razum in der Marktkirche erwartet wird. Sie liest aus "Das Brandopfer"
von Albrecht Goesin. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Der NDR Chor singt am Montag, 10. November, ab 19.30 Uhr in der Marktkirche Jüdische Musik der Romantik von Louis Lewandowski und Franz Schubert. Andor Izsak leitet den Abend musikalisch. An der Orgel ist Alexander Ivanov zu hören. Die Ansprache hält Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann. Der Eintritt ist frei.
Eine ganze Reihe von Friedensandachten hat die Lister Johannes- und Matthäus-Kirchengemeinde vorbereitet.
In der Johanneskirche, Bothfelder Straße 31, beginnen sie jeweils um 19 Uhr am Montag, 10. November, Dienstag, 11. November, und Montag, 17. November.
In der Matthäuskirche, Wöhlerstraße 13, sind die Friedensandachten am Mittwoch, 12. November, Donnerstag, 13. November, und Sonnabend, 15. November.
Außerdem lädt die Gemeinde für Dienstag, 11. November, ab 19.30 Uhr in die IGS-List, Röntgenstraße 6, zu einem Abend zum Thema „Steh auf und sage nein“ ein. Beteiligt sind daran auch mehrere Schulen, der Runde Tisch gegen Rechts sowie die Holocaust-Überlebende Margot Kleinberg.
Friedensandachten gibt es auch in der Tituskirche an der Weimarer Allee. Die Termine:
Montag, 10.November; Mittwoch, 12.November; Freitag, 14. November, und Montag, 17. November. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Im Anschluss an die Andachten bittet die Gemeinde zum gemeinsamen Imbiss in die Kirche.
Mit einem Kindernachmittag "Shalom für dich und mich - Sei nicht dumm, frag warum" für Fünf- bis Zwölfjährige am Freitag, 14.November, von 15 bis 17.30 Uhr im Gemeindehaus sowie einem Bittgottesdienst für den Frieden am Mittwoch, 19. November (Buß- und Bettag) ab 18 Uhr in der Kirche komplettiert die Titusgemeinde ihre Angebote zur FriedensDekade 2008.
Mit einem Veranstaltungszyklus begleiten die Südstadtgemeinden die FriedensDekade. Jeweils an den Werktagen gibt es um 6.15 Uhr ein Morgengebet in der Nazarethkirche (Sallstraße) mit anschließendem Frühstück im Großen Saal.
Das werktägliche Abendgebet um 18 Uhr am Blätterbrunnen (Hildesheimer Straße/Wildermuthweg) gestalten verschiedene Gemeindegruppen.
Ein Seniorennachmittag zum Thema der Dekade beginnt am Montag, 10. November, um 15 Uhr in der Athanasiuskirche (Böhmerstraße). Am gleichen Tag wird ab 19.30 Uhr im Nazareth-Gemeindehaus die Fahrt nach Bergen-Belsen (am 15 November) vorbereitet.
Der aktuelle Film „Die Welle“ mit Jürgen Vogel wird am Mittwoch, 12. November, ab 18.30 Uhr im Gemeindehaus an der Nazarethkirche zu sehen sein.
In der Pauluskirche (Meterstraße) feiert die Ludwig-Windhorst-Schule am Donnerstag, 13. November, ab 10.15 Uhr einen Gottesdienst.
Die Gedenkstätte Bergen-Belsen ist am Sonnabend, 15. November, Ziel einer Tagesfahrt (11 bis 17.30 Uhr) der Südstadtgemeinden.
In der Nazareth-Kirche wird am Sonntag, 16. November, ab 10 Uhr ein KiGo-Plus für 6- bis 12-Jährige zum Thema Frieden gefeiert.
Den Ausklang der FriedensDekade begleitet am Mittwoch, 19. November, ab 18 Uhr eine ökumenische Abschlussandacht in der Pauluskirche.
Letzte Veranstaltung in diesem Zyklus ist ein Nachmittag für die ältere Generation zum Thema „Frieden riskieren“, zu dem für Donnerstag, 20. November, ab 15 Uhr ins Gemeindehaus Nazareth eingeladen wird.
Die schönsten gesungenen Gebete aus Opern sind am Sonntag, 16. November, ab 17 Uhr in der Garbsener Willehadikirche, Orionhof, Auf der Horst, zu hören. Dazu hat das Ökumenische Forum Garbsen die Sopranistin Heidrun Klava und den Pianisten Bernardo Martinez eingeladen.
Ein musikalischer Abendgottesdienst wird am Sonntag, 16. November, ab 18 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche gefeiert: Der von Hilkea Knies geleitete Gospelchor und Pastor Jürgen Kemper gestalten den Abend zum Thema „Spuren von Krieg und Frieden in der Dreifaltigkeitskirche“.
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