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06. Februar 2010
Orgelpaten-Projekt klingt erfolgreich aus

Konzertante Führung bietet Möglichkeit zum Kennenlernen

Spaß am Spiel(-tisch): Stadtkantor Ulfert Smidt lädt ein, die neue Orgel kennenzulernen und die enorme Vielfalt ihrer klanglichen Möglichkeiten zu entdecken. (Foto: Herbst)

Eintausend Paten für 920 Pfeifen bringen 125000 Euro in die Kasse: Hinter diesen nüchternen Fakten steckt ein Erfolg, mit dem die Initiatoren nicht gerechnet hatten. Rund zehn Prozent der Kosten für die neue große Orgel in der Marktkirche können aus den Patenschaften für die Orgelpfeifen getragen werden.

"Das ist viel mehr, als wir zu träumen gewagt haben", freut sich der Organist der Marktkirche, Ulfert Smidt. Hanna Kreisel-Liebermann, Pastorin an Hannovers größter Kirche teilt die Begeisterung: "Ich danke den Patinnen und Paten für Ihr Engagement und wünsche mir, dass sie der Marktkirche und der Kirchenmusik weiterhin verbunden bleiben." Nach 45 Monaten ist die Werbung um Patenschaften für die Orgelpfeifen jetzt beendet. Am Sonnabend, 6. Februar, bietet eine konzertante Orgelführung ab 18 Uhr erneut Gelegenheit, Klangvielfalt und Technik kennenzulernen.

Ende April 2006 fiel der Startschuss für die Aktion, aus deren Erlös die Kosten für das im Frühjahr 2009 eingeweihte neue Instrument mitgetragen werden sollen. Rund 1,3 Millionen Euro stehen dafür als Einzelposten in den Projektplänen, die unter anderem auch aufwändige Umbauten in der Marktkirche, den Bau der Chorensemble-Orgel auf der Empore sowie den Kauf der italienischen Orgel umfassen. Gestaffelt nach der Größe der Pfeifen hatten interessierte Orgelunterstützer die Möglichkeit, sich Ton und Register "ihres" Teils des Instrumentes zu sichern. Bereits ab 30 Euro war die Beteiligung möglich. Für die größten Pfeifen waren mindestens 4000 Euro zu überweisen.

Insgesamt haben sich 1000 Paten gefunden, die für 920 Pfeifen mit ihrem Namen einstehen. "Wir haben nicht geahnt, dass sich unsere Idee so positiv entwickeln würde", zieht Ulfert Smidt Fazit.

Während einer konzertanten Orgelführung bietet er am Sonnabend, 6. Februar, ab 18 Uhr in der Marktkirche die Gelegenheit, das neue von der Luzerner Firma Goll gebaute Instrument kennenzulernen. Smidt wird mit Werken von Johann Sebastian Bach und Max Reger die vielfältigen Klangmöglichkeiten aufzeigen, bevor auf der Empore das Instrument besichtigt werden kann. (js)






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