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02. September 1999
Fasziniert vom Menschen zwischen Gott und der Welt

Claudia Panhorst-Abesser ist neue Pastorin der Marktkirche

„Ich finde es ungeheuer faszinierend, mit Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen zusammenzukommen und sie auf einem Stück ihres Weges durch das Leben zu begleiten“, erzählt Claudia Panhorst-Abesser von dem, was ihren Beruf für sie so reizvoll macht. An Begegnungen mit Menschen im Spannungsfeld zwischen Gott und der Welt, Höhen und Tiefen des Lebens wird es der 42-jährigen evangelisch-lutherischen Theologin künftig nicht fehlen. Sie ist die neue
Pastorin an der Marktkirche, der hannoverschen Citykirche - mit ihrem eigenen Spannungsfeld zwischen Kultur und Kneipen, Nichtseßhaften und Nobelboutiquen.

Angetreten hat Claudia Panhorst-Abesser ihre neue Stelle bereits zum 1. September. Ihre offizielle Einführung als Nachfolgerin von Oda-Gebbine Holze-Stäblein (inzwischen Superintendentin im Kirchenkreis Burgdorf) ist während eines feierlichen Gottesdienstes am Sonntag, 19. September, ab 10 Uhr in der Marktkirche geplant.

Und die ist ihr bereits jetzt vertraut, denn schon einmal machte sie während ihres beruflichen Werdegangs in der größten Kirche Hannovers Station: Geboren in Melle (Jahrgang 1957), Abiturientin in Osnabrück 1975, Studentin in Göttingen und Marburg sind wichtige Eckdaten vor dem 1. Theologischen Examen, an das sich ein halbjähriger Stu-dienaufenthalt am Ökumenischen Institut in Genf mit vielen interessanten internationalen Begegnungen anschloß.

Während des folgenden Vikariats lernte die junge Theologin 1982/83 die Marktkirche kennen, bevor sie ihre Ausbildung am Predigerseminar in Loccum mit dem zweiten Examen beendete.

Ihr berufliches Debüt führte die leidenschaftliche Radlerin in die Martin-Luther-Gemeinde nach Peine, wo sie auch zur
Pastorin ordiniert wurde. Anschließend wechselte sie in die St. Paulus-Gemeinde nach Langenhagen. Dort blieb sie bis 1992. Es folgte eine zweijährige Berufspause, während der sich die junge Mutter ihrem Sohn Jakob (inzwischen zehn Jahre alt) widmete, bevor sie 1994 mit einer halben Stelle in der hannoverschen Dreifaltigkeits-Kirchengemeinde in den aktiven Dienst zurückkehrte. Jetzt, nach fast exakt fünf Jahren dort, nimmt Claudia Panhorst-Abesser die neuen Herausforderungen in der Marktkirchengemeinde an.

„Ich bin mit Leib und Seele Gemeindepastorin“, fühlt sie sich für die neuen Aufgaben gut gerüstet. Dafür stehen auch die Schwerpunkte, denen sie sich in ihrer Fort- und Weiterbildung widmet: Seelsorge und Gesprächsführung sowie das Bibliodrama, einer speziellen Form des Rollenspiels, die kreativ und ganzheitlich neue Zugänge zur Botschaft der Bibel eröffnen will.

Vorbereitet ist Claudia Panhorst-Abesser auch auf die besondere Bedeutung der Marktkirche als Citykirche. Denn neben der Gemeindearbeit hat sie ihr Augenmerk auch auf die Entwicklung der Citykirchen-Arbeit gerichtet, so dass ihr deren Eigenheiten ebenfalls vertraut sind.

Doch trotz aller Unterschiede baut die neue Pastorin in der City darauf, dass die
Kirche der Ort ist, „an dem sich Menschen Gott ein Stück näher wissen können.“ Dieses Gefühl möchte die 42-Jährige den Gästen und der Gemeinde vermitteln. Sie hofft, damit Menschen im Spannungsfeld zwischen Gott und der Welt eine Orientierungshilfe im Leben bieten zu können. (js)






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