06. August 1997
"Arche" läuft Ausweichquartiere an
Kindertagesstätte kann nach Brand weiterarbeiten
Nach dem Feuer in der Kindertagesstätte „Die Arche“ werden die Mädchen und Jungen nicht auf der Straße stehen, wenn am Montag das neue Kindergartenjahr beginnt. Der evangelischen Luther-Gemeinde in der Nordstadt ist es gelungen, schnell Ausweichquartiere für zwei Ganztagsgruppen zu schaffen. Deren Räume im Pavillon brannten am frühen Morgen des 25. Juli völlig aus.
Über „gute und erfolgreiche Verhandlungen“ freut sich Georg Fuchs, der „Die Arche“ lenkt. Er konnte in Gesprächen - unter anderem mit dem Ev.-luth. Stadtkirchenverband, der Landeskirche, der Stadt Hannover und den Fachaufsichten - schnell die grundlegenden organisatorischen und finanziellen Weichen für die Wiederaufnahme des Betriebs stellen.
Dabei drängte die Zeit, denn nach dreiwöchigen Ferien soll und wird es am 11. August wieder losgehen. Eine Verlängerung kam für Georg Fuchs nicht in Betracht: „Die meisten unserer Eltern sind bei der Betreuung ihrer Kinder auf uns angewiesen.“
Außer den 50 Mädchen und Jungen der beiden Ganztagsgruppen, deren Räume ausbrannten, besuchen 15 Anderthalb- bis Dreijährige die Krabbelstube. 20 Kinder bilden eine Halbtagsgruppe. Weitere 20 Schülerinnen und Schüler werden in der „Arche“ in einem Hort betreut. Diese drei Gruppen sind eigentlich im Altbau untergebracht, der beim Brand des 23 Jahre alten Pavillons unversehrt blieb.
Dennoch werden die Hort-Kinder umziehen, und zwar in eine naheliegende Wohnung der Gemeinde. Zwar werde diese von kirchlichen Gruppen genutzt, erläutert Fuchs, doch in den Gespräche sei der Lösung des drängenden Kindergarten-Problems eine höhere Priorität zuerkannt worden.
In die beiden damit freiwerdenden Horträume sowie in einen nicht intensiv genutzten Gemeinderaum werden die beiden Ganzttagsgruppen einziehen. Die Vorbereitungen, wie der Kauf von neuen Möbeln und neuem Spielzeug, laufen auf Hochtouren.
Gleichzeitig hat Georg Fuchs aber auch schon den Neubau im Blick, denn bei aller Freude über das schnell mögliche Provisorium möchte er zum Beginn des nächsten Kindergartenjahres im August 1998 alle Gruppen der „Arche“ wieder in eigenen Räumen wissen.
Derzeit steht die Brandruine noch auf dem Außengelände, doch Fuchs hofft, daß die Sachverständigen in drei Wochen den Abriß gestatten. Dann soll - aus Kosten- und Zeitgründen möglichst auf dem vorhandenen Fundament - zügig ein ähnliches Gebäude errichtet werden. Nicht zuletzt, weil aufgrund der Arbeiten mehr als die Hälfte des Außengeländes bis zum nächsten Sommer für den Spielbetrieb gesperrt bleiben muß, drängt Georg Fuchs auf flotte Fortschritte. (js)
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