11. November 1997
Lampe kritisiert Glogowskis Pläne
Diakoniepastor reagiert auf Sicherheitsgipfel
Vor einer „Brutalisierung der öffentlichen Meinung“ warnt Diakoniepastor Walter Lampe. Bei ihm stößt das Sicherheitskonzept von Innenminister Glogowski auf großes Unverständnis und harsche Kritik. Denn das von Glogowski geforderte schärfe Vorgehen auch gegen soziale Randgruppen heize die öffentliche Ablehnung an und „verhindert sozialgerechte Lösungsansätze“, steckt der Leiter des Diakonischen Werkes Hannover seine Position ab.
„Nicht die Bettler verursachen die Probleme, sondern die Politik, weil sie nicht genügend Alternativen anbietet“, formuliert der engagierte Theologe seine Sicht der Dinge zu den Ergebnissen des gestrigen „Sicherheitsgipfels“ in Hannover. „Denn Armut und Obdachlosigkeit lassen sich nicht durch ein neues Sicherheitskonzept verhindern“, stellt Lampe klar.
Der Herausgeber des Straßenmagazins „Asphalt“ sieht Lösungsansätze eher in gezielten Projekten zur Wohnraumbeschaffung und Qualifizierung, wie es mit „Asphalt“ umgesetzt wird. (js)
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