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29. März 1998
Schönheit der Schöpfung sehen und ihren Schutz wollen

Anemonenwoche in der Eilenriede will Dialoge anregen

„Wir wollen zeigen und erlebbar machen, wie schön unsere Welt noch sein kann. Aber nicht, um zu beruhigen, sondern um den Wunsch zu wecken, die Natur zu schützen und die Schöpfung zu bewahren“, bringt der Umweltausschuß des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hannover Nordost seine Überlegungen für ein Projekt auf den Punkt.

Das Vorhaben fällt aus dem Rahmen: Während der „Anemonenwoche“ ab Sonntag, 29. März, sollen Aktionen und Angebote in und an der Eilenriede die Schönheit der Schöpfung ins Blickfeld rücken, aber auch zur Auseinandersetzung einladen. Erhofft sind Dialoge zwischen Menschen aller Altersgruppen über Mensch und Natur, Kunst und Religion sowie über Umwelt und Schöpfung.

Die häufig als Buschwindröschen besser bekannte Anemone haben sich Petra Reisner, Johannes Hoffmann und Gerd-Peter Zaake vom Umweltausschuß als Motiv gewählt, weil sie als erster, weitverbreiteter Jahresblüher auch in der Eilenriede mit unzähligen Blüten das Wiedererwachen der Natur symbolisiert. Ihr Blühen verbinden viele Menschen mit einem Neubeginn und der Freude auch die warme Jahreszeit.

Unter der Symbolik der Anemone wird es eine Woche lang eine ganze Reihe von Veranstaltungen geben, an denen nicht nur Gruppen und Einrichtungen aus den Gemeinden des Kirchenkreises beteiligt sind. Auch viele Einzelkünstler und Ensembles haben sich von der Idee anregen lassen, ihre Beiträge – Objekte und Events – in die Woche einfließen zu lassen.

So bildet das Projekt „Anne Moone“ von Harald Finke am Sonntag, 29. März, um 9.30 Uhr den Auftakt. Der Hamburger Künstler wird mit Steinen ein dreigeteiltes Saatbeet formen, das den drei Teilen das Naturreichs – Mineralien, Pflanzen und Tiere – gewidmet ist.

Mit dabei sind außerdem Bäbel Moré aus Braunschweig und Doris Cordes-Vollert aus Hamburg sowie aus Hannover Almut und Hans-Jürgen Breuste, Joachim Schubotz, Tim Ulrichs, der Zwerg Sinoffel vom Ben Guri-Theater, die
Aktionskünstler „Transito“ und die Musikgruppe „Unikum“ Kindel+Blumenstiel.

Der Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 29. März, ab 10.30 Uhr in der Markus-Kirche, Hohenzollernstraße, wird mitgestaltet von Sängern aus dem Kirchenkreis.

Im Abschlußgottesdienst am Sonntag, 5. April, ab 10 Uhr in der Lister Matthäuskirche spielen die Bläser des Kirchenkreises.

Während der Anemonenwoche gibt es unter anderem Spaziergänge durch die Eilenriede zu den ständigen Kunstprojekten, Tanz und Musik im Wald, die Schreibwerkstatt „Anemone, weiß ... - Naturgedichte als Haiku“, die Aktion Baumtelefon und Weideniglus zum Mitbauen. Darüber hinaus laden die Organisatoren zu einer Lesung von Gedichten über Natur und Naturmystik sowie zu Gesprächsabenden ein.

Weitere Informationen zum Gesamtprogramm gibt es bei
Petra Reisner; Telefon (0511) 6497755, und
Johannes Hoffmann , (0511) 6044117.
(js)






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