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03. Dezember 1998
Neuer Anstrich reicht nicht fürs Kirchenschiff

Stadtsuperintendent Puschmann steckt neuen Kurs ab

„Der Verlust der Selbstverständlichkeiten eröffnet auch neue Möglichkeiten“, ermunterte der neue Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann die Mitglieder des Stadtkirchentags, „die veränderte Situation von Kirche konstruktiv zu akzeptieren.“

Es reiche nicht, das Schiff der Evangelisch-lutherischen Kirche in Hannover mit einem neuen Rostschutzanstrich zu versehen. Vielmehr gehe es darum, sie als Arche für Mensch und Tier „in dieser unruhigen Stadt, die sich für die kommenden Jahre so viel vorgenommen hat,“ attraktiv zu erhalten.

Natürlich müsse auch die Innenarchitektur des Schiffes Kirche an schadhaften Stellen ausgebessert werden, sagte Puschmann bei seinem Debüt als Stadtsuperintendent vor dem Stadtkirchentag. In der Hauptsache gehe es aber darum, „das Kirchenschiff insgesamt manövrierfähiger zu machen, damit bei unserem Tiefgang ein Auflaufen auf Untiefen besser vermieden werden kann.“

Zudem müßte geklärt werden, welche Ziele angesteuert werden sollen und auf welchem Kurs sie erreicht werden können, so der Spitzenrepräsentant des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover. Er appellierte, „das Zusammenspiel unterschiedlicher Ansätze bei dieser Aufgabe nicht als Behinderung, sondern als Bereicherung ernst zu nehmen.“

Passend zur Adventszeit stellte er ein Zitat aus dem Weihnachtsoratorium ans Ende seiner Worte: „Lasset das Zagen, verbannet die Klage ...“ (js)






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