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03. März 2008
Die vielen Gesichter der Diakonie

„Auf Augenhöhe“ portraitiert diakonische Erfahrungen, Gedanken und Projekte

Diakonie, der Dienst am Nächsten, ist vielfältig. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Not sind die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Diakonischen Werkes Hannover an verschiedensten Baustellen in der Stadt im Einsatz. Doch was genau machen sie eigentlich?

Das kürzlich erschienene Buch „Auf Augenhöhe – Hoffnungsgeschichte Diakonie“ stellt die Arbeitsbereiche der Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes vor. Auf 130 Seiten lernt der Leser ganz verschiedene Projekte, Einrichtungen und Hilfsangebote kennen.

Da wird aufgezeigt, wie schnell es gehen kann, dass ein ganz normaler Bürger plötzlich auf der Straße lebt, wie viele Kinder inzwischen ohne Frühstück in die Schule geschickt werden oder wie schwierig es für Migrantenkinder noch immer ist, in unserem Land beruflich Fuß zu fassen. Traurige Geschichten sind es manchmal, die dort erzählt werden. Vieles aber stimmt auch hoffnungsvoll und so trägt das Buch zurecht den Untertitel „Hoffnungsgeschichte Diakonie“.

„Auf Augenhöhe“ ist in vier Teile gegliedert, der erste trägt die Überschrift: „Suchet der Stadt Bestes – Diakonie in der Großstadt“. Darin beleuchten hochrangige Autorinnen und Autoren aus Kirche und Stadtgesellschaft Geschichte und Notwendigkeit diakonischer Arbeit. Im zweiten Block heißt es „Der Nächstenliebe ein Gesicht geben – Diakonische Arbeit in Hannover“. Hier berichten die Leiterinnen und Leiter verschiedenster Abteilungen über ihre tägliche Arbeit. Ganz konkret werden Einrichtungen wie die Krankenwohnung für Wohnungslose „Die KuRVe“ oder die Kirchenkreissozialarbeit vorgestellt. Der Leser erfährt einiges über die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter und auch über bereits jetzt spürbare Einschneidungen durch Einsparungen und Stellenabbau. Der dritte Teil „Brich dem Hungrigen Dein Brot – Initiativen, Ansätze, Projekte“ macht deutlich, wie vielfältig und innovativ Hilfsangebote sein können. Hier geht es um das inzwischen etablierte Straßenmagazin „Asphalt“ oder das gerade erst im Januar 2008 eröffnete Sozialkaufhaus „fairKauf“.

Das Kapitel „Alles ist möglich dem, der glaubt – Gemeinsame Wege“ bildet den Abschluss des bunt illustrierten Buches. Hier finden sich einige Danksagungen an Walter Lampe, der nach 18 Jahren als Diakoniepastor und Leiter des Diakonischen Werkes Stadtverband Hannover im November 2007 in den Ruhestand trat. Er hat viele der in „Auf Augenhöhe“ beschriebenen Projekte und Initiativen mitbegründet oder begleitet und ist weiterhin Herausgeber von „Asphalt“.

Unter den zahlreichen Autorinnen und Autoren des Buches finden sich Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann, Landesbischöfin der ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Stephan Weil, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover sowie sein Amtsvorgänger Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Wolfgang Puschmann, Stadtsuperintendent des ev.-luth. Stadtkirchenverbandes Hannover, Tina Voß, Unternehmerin und Vorstandsmitglied der fairKauf eG, Dr. Oskar Negt, Professor für Soziologie an der Leibniz Universität Hannover, Jürgen Piquardt, Kochanimator, Caterer und Schankwirt und viele andere.

„Auf Augenhöhe“ portraitiert höchst informativ die Arbeit des Diakonischen Werkes, klärt auf über die vielfältigen sozialen Probleme in Hannover und schafft es dennoch oder gerade deshalb, beim Leser Lust auf ein ehrenamtliches Engagement zu wecken.

Erhältlich ist „Auf Augenhöhe“ in der Marktbuchhandlung und beim Diakonischen Werk, Burgstraße 10 gegen eine Spende, der Richtwert liegt bei 10 Euro






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