06. November 2008
Ausgezeichneter Einsatz für die Umwelt
Kanzlei gewinnt 2. Preis in der Ökoprofit-Einsteigerrunde
Mit einem tollen Erfolg ist das umweltschützenden Engagement der Stadtkirchenkanzlei belohnt worden: In der Einsteigerrunde des hannoverschen Ökoprofit-Projektes wurde die zentrale Verwaltung des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover unter 13 Bewerbern mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Die Jury honorierte damit exemplarisch eine innovative Idee, die mit minimaler Investition einen hohen Wirkungsgrad erzielte. Mit einem Umwelt- und Energiequiz während einer Bildungsfahrt hatte rund 80Mitarbeitenden für die Thematik sensibilisiert und zum Nachdenken über eigene Möglichkeiten zum schonenen Umgang mit Ressourcen angeregt.
Bereits seit mehreren Jahren arbeitet Ökoprofit in Stadt und Region Hannover als Beratungssystem für ökologische Optimierungen von Unternehmen und Organisationen. Mit kompetenter externer Unterstützung erarbeiten die Betriebe praxistaugliche Maßnahmen, die die Umwelt entlasten. Zugleich verbessern sie ihre betriebswirtschaftliche Situation durch Einsparungen bei Energie, Wasser, Abwasser, Abfall, Emissionen, Roh- und Betriebsstoffen. Seit dem Jahr 2000 haben sich mehr als 100 Teilnehmer beraten lasen, darunter auch die Marktkirche, die hannoversche Landeskirche, das Haus Kirchlicher Dienste, die Leibniz-Universität, der Airport, der Zoo, die Üstra, AWD und Sennheiser.
In jeder Runde der Neueinsteiger, zu denen seit dem Frühjahr 2008 auch die Stadtkirchenkanzlei gehört, werden ausgewählte Projekte der Debütanten prämiert. Hinter dem Pattenser Freizeitbad, das durch ehrenamtliche Helfer die Lüftungsklappen inspizieren und optimieren ließ, belegte die Kanzlei mit dem von ihrem Umweltteam ausgewählten Teilprojekt den zweiten Platz. Investiert wurden darin vor allem Ideen und Zeit sowie rund fünf Euro für Kopien. Als kleine Preise lockten Werbegeschenke aus dem Fundus. Gemeinsam mit Carola Großmann vom Vorbereitungsteam erdachte und realisierte Antje Pehling, die Sprecherin des Umweltteams der Kanzlei, ein Quiz mit Fragen zu Umwelt- und Energiethemen. Darin wurde beispielsweise abgefragt, welche Energiemenge ein PC im Standby-Betrieb an einem Wochenende verbraucht.
Konfrontiert wurden die Kolleginnen und Kollegen mit diesen Fragen während einer Bildungsfahrt, die mit einer Pilgerwanderung bereits umweltbewußt gestaltet wurde. „Bewahrung der Schöpfung und Schonung der Ressourcen“ begleitete die Belegschaft als Leitwort des Tages. Während einer Pause galt es dann, das Quiz zu beantworten. Bei der Auflösung kam es zu überraschenden Erkenntnissen, denn dass ein durchschnittlicher Radler rund 35 Kilometer in die Pedale treten muss, um die Energiebilanz eines Computers im Standby am Wochenende auszugleichen, durfte nicht als allgemein bekannt vorausgesetzt werden.
„Wir wollten mit diesem Quiz einen Anstoß geben, sich im privaten wie auch im dienstlichen Bereich mit den Themen Umwelt und Energie selbstkritisch auseinanderzusetzen“, erklärt Antje Pehling, die gemeinsam mit Susanne Bartels, Carola Jung, Thomas Ehrenberg und Wolfgang Roehl im Umweltteam der Stadtkirchenkanzlei an deren ökologischer Optimierung arbeitet. Kontinuierlich werden die Mitarbeitenden mit Anregungen und Informationen versorgt – unter anderem durch eine Ausstellung im Hause –, aber auch konkrete Maßnahmen zur stetigen Verbesserung der Bilanz gehören zum Auftrag des Teams.
So ist es unter anderem durch eine noch konsequentere Mülltrennung gelungen, den Abfuhrrhythmus der Restmülltonne zu halbieren, was zu einer jährlichen Kostensenkung von mehr als 1000 Euro führt. Sammelbehälter für Batterien, Training für die Fahrer, die täglich auf Botentour sind, effektivere Nutzung von elektrischen Geräten, überlegtes Zusammenwirken von Heizung und Lüftung sowie schonender Einsatz von Ressourcen sind nur eine Auswahl von weiteren Facetten im Spektrum der vielen Möglichkeiten. Und alle sind aufgerufen, stetig nach neuen Ideen Ausschau zu halten.
Denn: „Die Bewahrung der Schöpfung und damit der Schutz unserer Umwelt ist für den Stadtkirchenverband selbstverständlicher und wichtiger Teil seines Auftrages als Evangelische Kirche in den Städten Hannover, Garbsen und Seelze. Als Teil des Verbands nimmt die Stadtkirchenkanzlei diese Grundsätze auf. Wir erkennen, dass Klimaschutz und schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen dieser Erde nicht nur dem biblischen Auftrag entspricht, die Schöpfung Gottes zu ‚bebauen und zu bewahren’, sondern auch den weltweiten Frieden und Gerechtigkeit berühren. Aus Verantwortung gegenüber Gott wollen wir dazu beitragen, dass heutigen und zukünftigen Generationen die Lebensgrundlage dieser Erde erhalten bleibt. Dies macht das aktive Handeln der Kirche bei Klima- und Umweltschutz notwendig. Dem sind wir zu allererst in unserem eigenen Handeln, aber auch im Zusammenwirken mit anderen verpflichtet.“ So stellen es die Umweltleitlinien der Kanzlei fest, die aufgrund des hohen Engagements des Umweltteams inzwischen vom Geschäftsführenden Ausschuss des Stadtkirchenverbandes als verbindlich beschlossen sind. (js)
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