01. Dezember 2008
Mit fröhlichem Herz am Ende des Weges
Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann in den Ruhestand verabschiedet
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| Schlusspunkt: Zum letzten Mal in seiner Amtszeit predigte Wolfgang Puschmann auf der Kanzel der Marktkirche. |
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Wenige Tage nach der Vollendung seines 65. Lebensjahres beendete Wolfgang Puschmann sein aktives Berufsleben. Mehr als zehn Jahre war er als Stadtsuperintendent der geistliche Spitzenvertreter des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover. Darüber hinaus war er als Pastor auch Seelsorger der Marktkirchen-Gemeinde.
In „seiner“ letzten Kirche wurde er am 1. Adventssonntag, 30. November, mit einem festlichen Gottesdienst verabschiedet. Dazu waren neben der Gemeinde auch zahlreiche Gäste aus Kirche und Kommune, Wirtschaft und Gesellschaft in die Marktkirche gekommen.
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| Festliche Klänge: Ganz im Sinne des scheidenden Stadtsuperintendenten war der Gottesdienst von viel Musik geprägt. |
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"Ich will meiner Priester Herz fröhlich machen" hatte der holsteinische Bischof Dr. Friedrich Hübner 1971 aus dem 31. Jeremia-Kapitel als Ordinationsspruch für den jungen Pastor Puschmann gewählt.
Dass dieser gute Vorsatz zumindest bei Wolfgang Puschmann Erfolg hatte, zeigte einmal mehr das Ende seines aktiven Berufslebens: "Ich werde Ihnen nicht den Triumph gönnen, mich sprachlos gemacht zu haben", witzelte Puschmann eingangs seiner Dankesworte, die den Schlussstrich unter eine festlich-stimmungsvolle Verabschiedung des hannoverschen Stadtsuperintendenten zogen.
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| Seite an Seite bei den Grußworten: Gemeinsam mit Ehefrau Sigrid verfolgte Wolfgang Puschmann die Revue der Erinnerungen, die wohlgesetzten Worte der Wertschätzung und die zahlreichen guten Wünsche für den Ruhestand. (Fotos: Stever) |
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Zunächst hatte ein klangvoller Gottesdienst Hunderte von Gästen - darunter auch viel Prominenz aus Stadt und Region - in die Marktkirche gezogen. Bach-Chor und Bach-Orchester mit Jörg Straube, der Posaunenchor der Stadtmission und Ulfert Smidt an der Orgel gestalteten einen prächtigen musikalischen Rahmen - so ganz nach Puschmanns Geschmack.
Seine Liebe zur Musik setzte denn auch in der letzten Predigt seiner Amtszeit thematische Akzente. (Das Manuskript als PDF zum Download finden Sie unten auf dieser Seite).
Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann markierte schließlich den offiziellen Zielpunkt des aktiven Berufslebens, als sie Wolfgang Puschmann mit Anerkennung ("Sie haben Ihr Amt mit Kraft gestaltet") und Dank ("Sie stehen für klare Signale gegen Antisemitismus und Intoleranz in unserer Stadt") verabschiedete.
Wertschätzung, Respekt und Dank für Wesen und Wirken des scheidenden Stadtsuperintendenten prägten auch die Grußworte beim anschließenden Empfang in der stimmungsvoll geschmückten Kreuzkirche.
Bischof Mike Hill und Dean Robert Grimley aus Bristol, Oberbürgermeister Stephan Weil, die Präsidentin des Stadtkirchentages, Professorin Roseline B. Forch, Vertreter der Ökumene, der christlichen Kirchen und der hannoverschen Religionen, sowie Kollegen und Mitarbeiter formulierten in ihren Grußworten Verbundenheit mit Puschmann und Dankbarkeit für seine Arbeit.
Superintendent Thomas Höflich moderierte charmant durch den ausklingenden Adventssonntag. Lothar Krist mit seiner Band sowie der rappende Ephorenchor und ein kleines Vokalensemble der Kulturstiftung Marktkirche erweiterten schwung- und humorvoll das musikalische Spektrum der Verabschiedung.
Tief bewegt, aber eben doch nicht sprachlos war Wolfgang Puschmann am Ende seines letzten Arbeitstages. Er richtete seinen Dank an die Menschen, mit denen er gemeinsam vieles habe bewegen können. "Teamarbeit mindert die Einsamkeit", sagte er im Rückblick - und vorausblickend auf einen neuen Lebensabschnitt, der mehr gemeinsame Zeit mit Ehefrau Sigrid möglich macht. (js)
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