Archiv
- 2012
- 2011
- 2010
- 2009
- 2008
- 2007
- 2006
- 2005
- 2004
- 2003
- 2002
- 2001
- 2000
- 1999
- 1998
- 1997
Aktuelle Meldungen
Berichte
03. Dezember 2008
Verband richtet Personalpolitik neu aus

Stadtkirchentag verabschiedet Stellenrahmenplanung für die kommenden vier Jahre

Christian Sundermann
Mit der Neuausrichtung seiner Personalpolitik zieht der Stadtkirchenverband die Konsequenzen aus der Revision des landeskirchlichen Zuweisungsrechtes. Massive Kürzungen sind erforderlich, um auf die ab 2009 deutlich spärlicher fließenden Geldern zu reagieren.

Rein rechnerisch müsste rund jede fünfte Stelle gestrichen werden. Doch der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband, seine Gemeinden und Einrichtungen unternehmen finanzielle Kraftakte, um die volle Härte des rigorosen Sparkurses abzufedern. Der Stadtkirchentag, das Parlament des Verbandes, verabschiedete während seiner Wintersitzung die entsprechende Stellenrahmenplanung für 2009 bis 2012. Sie bildet die Grundlage für die Haushaltsplanung für diesen Zeitraum.

„Grundsätzlich werden wir unseren Personaleinsatz künftig daran ausrichten, welches Ergebnis wir erreichen wollen“, skizzierte Christian Sundermann den zielorientierten Generalkurs für alle erforderlichen Entscheidungen. Der Vorsitzende des Stellenplanungsausschusses machte deutlich, dass künftig „Ziele und Inhalte der Arbeit Vorrang vor den Kosten haben.“ Dabei richtet sich die Planung an den neuen Grundstandards für die kirchlichen Handlungsfelder aus. Diese legen Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit fest.

Gleichzeitig mit einer neuen Gestaltungsfreiheit wird den Kirchenkreisen – wie beispielsweise dem Stadtkirchenverband Hannover – die volle Verantwortung für die Personalkosten übertragen. „Der Stellenrahmenplan beschreibt unser Ziel und wie wir es erreichen wollen“, stellte Sundermann in seiner Erläuterung fest.

Grundsatzbeschlüsse: Mit der Verabschiedung der Stellenrahmenplanung stellte der Stadtkirchentag die personalpolitischen Weichen für die kommenden vier Jahre. (Foto: Stever)
Dass die Einschnitte bereits ab dem 1. Januar 2009 greifen, stellt den Stadtkirchenverband vor eine besondere Herausforderung. Denn die Zahl der Menschen, die am 31. Dezember 2008 auf den Lohn- und Gehaltslisten des Verbandes stehen, kann nicht über Nacht zum 1. Januar 2009 auf das eigentlich erforderliche Kontingent schrumpfen. Daher entwirft die vom Stadtkirchentag verabschiedete Stellenrahmenplanung das Szenario für die kommenden vier Jahre und legt fest, in welchen Schritten bis Ende 2012 das Kürzungsziel erreicht werden soll. Sundermann ließ keinen Zweifel daran, dass dies ohne Kündigungen nicht realisierbar sein wird.

Um trotz aller Härten möglichst sozialverträglich auf das unumgängliche Ziel hinarbeiten zu können, wird der Stadtkirchenverband tief in die Rücklagen greifen. Mit maximal 2,6 Millionen Euro will der Verband in den ersten Jahren Härten abfedern, indem zum Beispiel Mitarbeitende, die im Planungszeitraum das Ruhestandsalter erreichen, weiterbezahlt werden, bis nach ihrem Ausscheiden die Stelle wegfällt oder im Umfang reduziert wird.

Zudem wächst in den Gemeinden die kirchensteuerunabhängige Finanzierung von Stellenanteilen, beispielsweise durch Stiftungen. Dieses lobenswerte Engagement bezifferte Sundermann auf aktuell rund 728000 Euro jährlich, mit dem der Wegfall landeskirchlicher Gelder spürbar kompensiert werden kann. (js)






© 1998-2010
Evangelisch-lutherischer Stadtkirchenverband Hannover
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Hanns-Lilje-Platz 3, 30159 Hannover
fon (+49) 0511 - 301876-16, Joachim Stever
fax (+49) 0511 - 3681358

Kontakt & Impressum