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02. April 2009
Deutliches Zeichen für Freiheit und Toleranz

Superintendenten rufen zum Engagement gegen Extremismus auf

„Wir wollen ein deutliches Zeichen für Freiheit, Toleranz, gegenseitigen Respekt und ein demokratisches Zusammenleben setzen“, ruft der stellvertretende Stadtsuperintendent, Thomas Höflich, zur Beteiligung am Protest gegen den Aufmarsch von Neonazis am 1. Mai auf. Ein von allen Superintendenten und der Präsidentin des Stadtkirchentages unterzeichneter Appell soll die Gemeinden, die Einrichtungen und die Mitarbeitenden des Verbandes mobilisieren, sich an den Aktionen unter dem Leitwort „bunt statt braun“ zu beteiligen.

„Auf Anregung des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben sich Institutionen, Glaubensgemeinschaften und gesellschaftliche Gruppen in einem breiten Aktionsbündnis zu Protesten gegen Extremismus, Antisemitismus und Rassismus und zum Eintreten für Toleranz, Demokratie und Vielfalt zusammengefunden“, erläutert Höflich den Konsens der Kräfte, die sich am 1. Mai den Neonazis entgegenstellen wollen. Höflich weiter: „Wir sind überzeugt, dass wir vom Kern unseres Glaubens aufgerufen sind, an diesem Tag für eine menschenfreundliche Stadt einzutreten, weil der Gott, auf den wir vertrauen, ein menschenfreundlicher Gott ist.“ Unabdingbar sei es dabei, dass der Protest bei den Umzügen, der Kundgebung und beim Fest für Demokratie auf dem Klagesmarkt friedlich bleibe.

Gemeinsam mit Thomas Höflich, Superintendent im Amtsbereich Ost, haben Superintendentin Elke Schölper (AB Garbsen/Seelze), Superintendent Christian Sundermann (AB West), Superintendentin Martina Szagun (AB Mitte) und Professorin Roseline B. Forch, die Präsidentin des Stadtkirchentages, den Aufruf mit folgenden Wortlauf unterzeichnet:

JA zu Toleranz, Demokratie und Vielfalt –

NEIN zu Extremismus, Antisemitismus und Rassismus.

Der 1. Mai 2009 ist für Hannover eine Herausforderung: Neonazis wollen durch die Stadt marschieren. Die großen christlichen Kirchen stellen sich diesem Aufmarsch entgegen. Gemeinsam mit einem breiten Spektrum von politischen, gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen aus Stadt und Region Hannover wird ein Aktionstag vorbereitet. Er signalisiert erneut: Hannover ist bunt statt braun.

Unser Eintreten für Toleranz, Demokratie und Vielfalt kommt aus dem Kern unseres Glaubens:
 Unser Gott ist der Schöpfer aller Menschen.
 Jesus Christus ist für alle Menschen gestorben und auferstanden.
 Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes überwindet alle menschlichen Unterschiede und Schranken.

Der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover ruft Christinnen und Christen in allen Gemeinden und Einrichtungen zur Zivilcourage auf. Erheben Sie Ihre Stimme gegen Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz! Treten Sie ein für Menschenwürde, Demokratie und friedliches Zusammenleben! Gehen Sie mit, wenn sich am 1. Mai um 10 Uhr in den Stadtteilen die Demonstrationszüge formieren! (Treffpunkte: Lister Platz; Freizeitheim Linden, Windheimstraße; Freizeitheim Vahrenwald, Vahrenwalder-/Ecke Dragonerstraße). Stärken Sie die Kundgebung ab 11 Uhr auf dem Klagesmarkt! Feiern Sie mit beim Fest für Demokratie auf dem Klagesmarkt ab 12 Uhr!






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