29. April 2008
Auftakt zum Dialog über Kirche in der Großstadt
Landesbischöfin Dr. Käßmann rund um die Uhr zu Gast im Stadtkirchenverband
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| Besuchsauftakt: Zum Beginn des Tages im Stadtkirchenverband Hannover stellte sich die Landesbischöfin den Fragen der Mitarbeitenden der Stadtkirchenkanzlei.
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Die besondere Situation des Stadtkirchenverbandes Hannover aufgrund seines großstädtischen Umfeldes rückte besonders ins Blickfeld, als Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann diesen Kirchenkreis besuchte. In einem umfangreichen Programm mit Informationen und Begegnungen präsentierten die Gastgeber einen Ausschnitt des breitgefächerten Arbeits- und Angebotsspektrum der Gemeinden und Einrichtungen des Verbandes. Er repräsentiert mit rund 216 000 Christinnen und Christen in 64 Gemeinden rund jedes 14. Mitglied der hannoverschen Landeskirche.
Margot Käßmann, die in den vergangenen Jahren bereits wiederholt im Stadtkirchentag gesprochen und einzelne Einrichtungen des Verbandes besucht hatte, begann den Besuchs-Tag in der Stadtkirchenkanzlei. Deren Leiter, Christian Pieper, begrüßte die Landesbischöfin gemeinsam mit dem stellvertretenden Stadtsuperintendenten, Thomas Höflich, bevor nach der einleitenden Andacht ein Gespräch mit Mitarbeitenden der zentralen Verwaltung des Verbandes folgte. "In diesem Haus arbeiten alle mit Spaß und Einsatzfreude", formulierte Pieper sein Fazit nach den ersten neun Monaten an der Spitze der Kanzlei.
Erster Themenschwerpunkt des Bischöfinnenbesuchs war am Vormittag die Diakonie. Gemeinsam mit der zuständigen Fachbereichsausschussvorsitzenden, Superintendentin Martina Szagun, skizzierte der Leiter des Diakonischen Werkes, Hans-Martin Joost, die Vielfalt der Herausforderungen und Aufgaben an diesen Arbeitsbereich. Aus der Sicht der Praxis wurde dies mit einem Besuch beim pädagogischen Mittagstisch an der Egestoffschule untermauert.
Nach dem Mittagsessen, zu dem alle Superintendentinnen und Superintendenten des Verbandes mit der Bischöfin in der Werkstatt Süd in Kleefeld zusammenkamen, bildete die Jugendarbeit am Nachmittag das zentrale Thema. Superintendentin Elke Schölper, unter deren Vorsitz die zuständigen Fachbereichsausschüsse wirken, führte gemeinsam mit Stadtjugendpastor Torsten Pappert, Stadtjugendwart Rüdiger Klein sowie Mitarbeitenden des Stadtjugenddienstes und der Evangelischen Jugend durch diesen Teil des Besuchsprogramms.
Im Focus stand dabei besonders das Thema Kinderarmut, dem auch die Landesbischöfin erhöht Aufmerksamkeit und Engagement widmet. Ein Besuch im Evangelischen Treffpunkt Karlotto rundete den Nachmittag ab, bevor die Bischöfin und der Stadtkirchenvorstand zum abschließenden Gespräch in der Kanzlei zusammenkommen sollten.
Trotz des Rund-um-die-Uhr-Programms konnten und sollten die Präsentationen und Gespräche lediglich einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Angebote des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes geben, der sich über Hannover, Garbsen und Seelze erstreckt. "Wir wünschen uns, dass mit dem Besuch der Bischöfin ein intensiver Dialog über die Rolle, die Aufgaben und die Konzeption unserer evangelischen Kirche in der Großstadt beginnt", formuliert Thomas Höflich sein Resümee des Tages.
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