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01. Mai 2009
Der Widerstand ist farbenfroh und vielfältig

Kirchen läuten Aktionstag am 1. Mai mit Andachten ein

Farbenfroh und vielfältig: Mit diesem Leitwort lädt das Ökumenische Kirchenzelt auf dem Fest für Demokratie zum Engegament gegen Extremismus, Antisemitismus und Rassismus ein.

Am 1. Mai stellt sich Hannover dem geplanten Aufmarsch der Neonazis entgegen. Auch der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover und die Katholische Kirche in der Region Hannover rufen Christinnen und Christen zur Zivilcourage und zum Eintreten für Toleranz, Demokratie und Vielfalt auf.

Die Kirchen läuten den Aktionstag gegen Extremismus, Antisemitismus und Rassismus mit ökumenischen Friedensandachten ein. Sie beginnen
um 9 Uhr in der Markuskirche in der List
sowie
um 9.15 Uhr in der Bethlehemkirche in Linden,
in der Dreifaltigkeitskirche an der Friesenstraße
und in der Lukaskirche in Vahrenwald.

In der Markuskirche sprechen Superintendentin Martina Szagun und Pfarrer Johannes Lim; in der Bethlehemkirche Superintendent Christian Sundermann und Pfarrer Hans-Joachim Osseforth; in der Lukaskirche der stellvertretende Stadtsuperintendent Thomas Höflich und Propst Martin Tenge. Die Andacht in der Dreifaltigkeitskirche gestaltet Pastor Jürgen Kemper.

Nach den Andachten sollten sich möglichst alle Teilnehmer den Demonstrationszügen anschließen, die sich um 9.30 Uhr in den Stadtteilen formieren. Treffpunkte sind der Lister Platz, das Freizeitheim Linden an der Windheimstraße sowie das Freizeitheim Vahrenwald.

Ziel aller Züge ist der Klagesmarkt, wo um 10.30 Uhr die zentrale Kundgebung gegen Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz beginnt. Dort spricht unter anderem Thomas Höflich und fordert, jeder Form von Extremismus, Anitsemitismus und Rassismus die Rote Karte zu zeigen.

Die Kundgebung des DGB mündet in das Fest für Demokratie – ebenfalls auf dem Klagesmarkt –, auf dem die beiden großen christlichen Kirchen mit dem Ökumenischen Kirchenzelt farbenfroh und vielfältig vertreten sind. Neben Aktionen und Informationen gibt es dort den Talk an der Weltkugel, wozu auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (gegen 11.30 Uhr) und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (gegen 12 Uhr) erwartet werden.

Diakonie und Caritas, Kirche in der Arbeitswelt, Angebote für junge Besucher auf der Kindermeile sowie die Präsentationen kirchlicher Jugendverbände und des Hauses der Religionen komplettieren die Aktivitäten der Kirchen beim Fest für Demokratie.

Flagge zeigen: Mit den Umzügen aus den Stadtteilen kamen die Fahnen des Stadtkirchenverbandes zur Kundgebung auf dem Klagesmarkt.

Wulff an der Weltkugel: Edmund Deppe (r.) begrüßte im Zelt eine ganze Reihe von prominenten Gästen zum Talk. Zum Auftakt kam der niedersächsische Ministerpräsident (M.). (Fotos: Stever)

Farbenfroh und vielfältig: Mit bunten Bannern zog das ökumenische Kirchenzelt die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Tausende von Menschen nutzten über den Tag verteilt die verschiedenen Informationsangebote der beiden großen christlichen Kirchen.






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