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01. Juni 2009
Kirsten Fricke übernimmt Haus der Religionen

Koordinatorenstelle nach kurzer Vakanz wieder besetzt

Pastorin Kirsten Dorothea Fricke (Foto: js)
Als neue Koordinatorin des Hauses der Religionen hat Kirsten Dorothea Fricke die Nachfolge von Wolfgang Reinbold angetreten. Sie übernimmt diese Aufgabe mit einer halben Pfarrstelle und bleibt Pastorin der St.-Philippus-Kirchengemeinde in Isernhagen-Süd.

Dr. Wolfgang Reinbold ist als Leiter des Referates für Islam und Migration ins Haus kirchlicher Dienste gewechselt. Sein ehrenamtliches Engagement für den unterstützenden Verein Haus der Religionen setzt er fort.

Die 32-jährige Kirsten Dorothea Fricke ist in der List aufgewachsen und dort in der Johannes-Gemeinde von Kinder- und Posaunenchorarbeit sowie von der Mitarbeit im Kindergottesdienst entscheidend geprägt worden. Ihren ursprünglichen Wunsch, Meteorologie zu studieren, gab sie auf und verfolgte stattdessen das Berufsziel, mit Menschen zu arbeiten und ihnen auf dem Hintergrund des christlichen Glaubens zu helfen.

Das Studium führte nach Bethel und Münster sowie zur Klarheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Das Vikariat - unter anderem mit vielfältigen und ermutigenden Erfahrungen an St. Petri in Buxtehude - mündete ins Zweite Examen. Die abschließende Arbeit hatte "Kirchliche Stellungnahmen zum christlich-islamischen Dialog - Exemplarische Problemfelder und Lösungsvorschläge" zum Thema.

Weiteres Schwerpunktinteresse von Kirsten Fricke ist die Diakonie, was zu einem Sondervikariat beim Diakonischen Werk der Landeskirche Hannovers führte. In diesem Rahmen war die junge Theologin mitverantwortlich für das Projekt "Diakonische Gemeinde". Dem Diakonischen Werk blieb sie auch weiter verbunden, als sie 2006 mit einer halben Stelle das Pfarramt in St. Phillipus Süd antrat. Unter anderem ihre Erfahrungen mit dem christlich-islamischen Dialog empfahlen sie für die Koordinatorin im Haus der Religionen, als diese Funktion nach dem Weggang von Wolfgang Reinbold neu zu besetzen war.

"Wir freuen uns, dass die Stelle so schnell wiederbesetzt werden konnte“, sind sich Pastorin Claudia Brandy von der Südstadtkirchengemeinde und Pastor Wolfgang Reinbold ein. „Damit kann die Arbeit im Haus der Religionen ohne Unterbrechung weitergeführt werden."

In einem Gottesdienst hat Superintendentin Martina Szagun, Amtsbereich Mitte, Pastorin Kirsten Fricke in der Athanasiuskirche in das neue Amt einführen.

Im Haus der Religionen in Hannover haben sich sechs Religionen zu einem Ort der interreligiösen Begegnung zusammengeschlossen. Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten und Bahai treten gemeinsam ein für eine Haltung des Respekts und der Achtung des Anderen. Das Haus ist das erste Projekt seiner Art in Deutschland. Gastgeberin ist die Evangelisch-lutherische Südstadtkirchengemeinde Hannover, die ihre Räume zur Verfügung gestellt hat. Träger ist der im Jahr 2008 gegründete Verein „Haus der Religionen Hannover e.V.“. Der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stephan Weil, ist Schirmherr des Hauses.

Das Haus der Religionen an der Evangelisch-lutherischen Athanasius-Kirche, Böhmerstraße 8 in der Südstadt, ist mit den Stadtbahnlinien 1, 2 und 8 (Haltestelle Geibelstraße) zu erreichen. (js)



Im Internet

Mehr über das Haus der Religionen in Hannover:

http://www.haus-der-religionen.de



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