02. Dezember 2009
Mit vielen den Weg in die Zukunft suchen
Stadtkirchentag will Gemeinden und Einrichtungen an Kurssuche beteiligen
Wer einen großen Dampfer souverän steuern will, braucht klare Kursvorgaben als Basis für vorausschauendes Handeln. Eben diese Vorgaben soll der Prozess liefern, mit dem der Stadtkirchentag die AG Zukunft auftragt hat. Am Ende sollen verbindliche Kriterien stehen, an deren der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover seinen Kurs für die Zukunft ausrichtet.
Dabei geht es um Prioritäten, weil das Geld nicht für alle Arbeitsbereiche reicht, die wünschenswert wären. Es geht um die Zusammenarbeit – und Aufgabenteilung – von Gemeinden und spezialisierten Einrichtungen. Und es geht um die Eigenständigkeit der Gemeinden bei der Ausrichtung ihres eigenen Kurses und um ihre Finanzautonomie.
Lange und aufwändige Arbeit, unzählige Sitzungen, Befragungen und Diskussionen liegen hinter der AG Zukunft, deren Sprecherin Elke Schölper, Superintendentin im Amtsbereich Garbsen-Seelze, während der Wintersitzung des Stadtkirchentages den vorläufig letzten Bericht des Gremiums präsentierte. Darin waren die Positionen von Gemeinden und Einrichtungen zum aktuellen Stand dokumentiert.
Grundlegendes Ergebnis: In vielen Fragen gibt es einen Konsens, doch weitere Gespräche sind nötig, um das Fundament für tragende Entscheidungen zu legen. Diese Gespräche will das Parlament auf breiter Basis führen. Von einer Zukunftswerkstatt im ersten Halbjahr 2010, an der neben den Mitgliedern des Stadtkirchentages auch Vertreter der Gemeinden und Einrichtungen des gesamten Verbandes teilnehmen sollen, erhofft sich das Parlament die entscheidenden Impulse.
Einfließen werden die daraus resultierenden Entscheidungen erstmals in die Stellen- und Haushaltsplanungen des Stadtkirchenverbandes für die Jahre ab 2013. Es ist damit zu rechnen, dass der rigorose Zwang zu Einsparungen auch künftige Planungen markant prägen wird. (js)
|