10. Januar 2010
Mit Mut und Kraft Verantwortung getragen
Zum Tode der Präsidentin des Stadtkirchentags Roseline B. Forch
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| Prof. Roseline B. Forch |
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Die Präsidentin des Stadtkirchentags, Professorin Roseline B. Forch, ist am 9. Januar nach schwerer Krankheit verstorben. Die 74-Jährige stand seit neun Jahren an der Spitze des Parlamentes des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes, dem sie fast 15 Jahre angehört hatte. "Wir trauern um einen Menschen, der vom Geist Gottes getragen und bewegt war", sagt der stellvertretende Stadtsuperintendent Thomas Höflich.
"Ihr Engagement war geprägt von kraftvollem Mut zu neuen Wegen und vom Willen zu solide bedachter Veränderung. Ihre Aufmerksamkeit galt dabei dem Wohl der Gemeinde ebenso wie der gesicherten Zukunft der evangelischen Kirche in ihrer Gesamtheit", würdigt Höflich als Spitzenvertreter des Stadtkirchenverbandes Wesen und Wirken der Verstorbenen.
Roseline B. Forch, die sich selbst bei ihrer Wahl an die Spitze des Parlamentes am 10. Januar 2001 als "entschiedene Basisdemokratin" beschrieben hatte, lehrte bis zu ihrem Rückzug aus dem Berufsleben Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Systemische Beratung und Therapie sowie Supervision an der Evangelischen Fachhochschule Hannover. Zwischen 1988 und 2006 war sie Mitglied des Kirchenvorstands der Lister Matthäus-Gemeinde, von 1994 bis 2000 auch dessen Vorsitzende.
Übergemeindlich war sie ab 1989 im Ausschuss für das hannoversche Industriepfarramt aktiv. 1995 folgte ihre Wahl als Delegierte des Kirchenkreises Hannover Nordost in den Stadtkirchentag. Nach der Strukturreform des Verbandes wählte das neu gebildete Parlament die damals 65-Jährige zur Präsidentin. In diesem Amt wurde Roseline B. Forch im Februar 2007 bestätigt. Als ein Schwerpunkt lag ihr die Arbeit der AG Zukunft unter ihrem Vorsitz in den letzten Jahren besonders am Herzen. Damit wurden wichtige Weichenstellungen für die weitere Entwicklung des Verbandes vorbereitet.
Dass der Blick von Roseline B. Forch stets über das Hier und Jetzt hinausreichte, macht ihr Spektrum des übergemeindlichen Engagements deutlich: 20 Jahre hat sie in Gremien des Verbandes leitend Verantwortung übernommen. Darüber hinaus war sie im Beirat des Sprengels Hannover vertreten, war Mitglied des Senats der Landeskirche Hannovers und hatte einen Sitz in der Synode der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
Ein Trauergottesdienst am Freitag, 15. Januar, in der Lister Matthäuskirche, Wöhlerstraße, bot die Möglichkeit, von der verstorbenen Präsidentin des Stadtkirchentages Abschied zu nehmen. Die Beisetzung folgte außerhalb Hannovers im Familienkreis. (js)
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