19. September 2011
Nach parlamentarischem Zwischenstopp auf gutem Weg
Stadtkirchentag goutiert Finanzplanung / 100000-Euro-Notfallfonds für Gemeinden
Der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover ist mit seiner Finanzplanung auf dem richtigen Weg. Dieses Attest stellte der Stadtkirchentag den Fachausschüssen, Arbeitsgruppen und der Verwaltung aus.
Beherrschendes Thema des Parlamentes von rund 205000 Evangelisch-lutherischen Christinnen und Christen in Hannover, Garbsen und Seelze war wieder einmal das Geld. Vorrangig ging es während dessen Herbst-Sitzung darum, die Finanzsatzung auf der Basis der im Frühjahr vereinbarten Grundlagenentscheidungen auf ihre Mehrheitsfähigkeit abzuklopfen. Auch wenn einzelne Punkte erneut engagiert und kontrovers diskutiert wurden, zeichnet sich ab, dass der Entwurf, der im Dezember verabschiedet werden soll und muss, die breite Zustimmung des Stadtkirchentages finden wird.
„Wir als Kirche machen uns auf den Weg, die unabweisbaren Herausforderungen anzunehmen, ohne Schulden zu machen“, ermutigte Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann zu selbstbewusstem Blick in die Zukunft. Mit seiner Selbstverpflichtung, in künftigen Haushalten auf neue Schulden zu verzichten, sei der Stadtkirchenverband eine absolute Ausnahme in der öffentlichen Landschaft. Dass die große Aufgabe dennoch zu gelingen scheint, sei dem großen Willen zum Erfolg aller Beteiligten zu verdanken, zollte Heinemann Respekt.
Gleichzeitig warb er erfolgreich um Zustimmung für eine bescheiden dimensionierte Sicherungsleine, die für absolute Notfälle eingezogen werden soll. Geplant ist ein Extra-Fonds, aus dem Gemeinden geholfen werden kann, die alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben, um ihr Sparziel zu erfüllen, die Ziellinie aber nicht erreichen konnten.
Nach akribischer Einzelfallprüfung wird es möglich sein, diese Gemeinden mit jährlich maximal 10000 Euro so zu unterstützen, dass sie ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen können. Dafür werden nach den aktuellen Plänen jährlich höchstens 100000 Euro zur Verfügung stehen. Das ist knapp die Hälfte der „freien Spitze“ des Planungsbereiches Kirchengemeinden, aus dem der Notfall-Fonds gespeist wird. (js)
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