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04. Dezember 2013
Stadtkirchentag ruft mit Resolution zum Handeln auf

Willkommenskultur für Flüchtlinge ist eine Aufgabe für die ganze Gemeinschaft

„Eine Willkommenskultur kann nur verwirklicht werden, wenn viele daran mitwirken“, ist einer der zentralen Sätze der Stellungnahme zum Umgang mit Flüchtlingen, die der Stadtkirchentag des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenver-bandes Hannover, Garbsen und Seelze in großer Einigkeit während seiner Wintersitzung verabschiedet hat. Der Fachausschuss für Soziale Verantwortung, diakonisches Handeln und ethische Grundsatzfragen hatte die Resolution vorbereitet. Die Vorsitzende des Gremiums, Ingrid Lange, legte sie mit kurzen, prägnanten Erläuterungen vor. Der Stadtkirchentag folgte dem Antrag einmütig und machte sich den Vorschlag seines Ausschusses zu eigen.

Der Text im Wortlaut:

Fremde aufzunehmen, Verfolgten beizustehen und Flüchtlinge gut zu behandeln, ist ein Wesensmerkmal unserer jüdisch-christlichen Kultur. Im 3. Buch Mose heißt es: „Wie einen Einheimischen aus eurer eigenen Mitte soll euch der Flüchtling gelten, der bei euch wohnt und du sollst ihn lieben wie dich selbst.“ (3. Mose 19,34)

Für Flüchtlinge ist hier alles fremd, staatliches Handeln kommt schnell an Grenzen. Die Verwaltungen der Städte Hannover, Garbsen und Seelze stehen allein schon in der Frage der Unterbringung vor einer sehr großen Herausforderung, sie können nur begrenzt auf eine „Willkommenskultur“ hinwirken. Eine solche Kultur kann nur verwirklicht werden, wenn viele daran mitwirken. Wir als Kirchengemeinden sehen uns hier in der Pflicht und versuchen auf die Flüchtlinge zuzugehen. Unser Vorschlag ist, dass wir das am 3. Advent in allen unseren Gottesdiensten in Hannover, Garbsen und Seelze zum Thema machen und in den Gremien überlegen, inwieweit wir Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen und ihnen beistehen können.

Außerdem bitten wir Sportvereine, Bürgerinitiativen, Anwohner und Interessierte, Flüchtlinge im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzubeziehen und sie nicht auszugrenzen.

Gleichzeitig ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, damit Integration gelingen kann.

Deshalb setzen wir uns als Kirche mit ihrer Diakonie in Hannover, Garbsen und Seelze politisch dafür ein, dass Flüchtlinge
- zügige Asylverfahren
- schnell gute Deutschkurse für alle, auch für Kinder und
- einen Zugang zum Arbeitsmarkt
erhalten.

So wird einer weiteren Ausgrenzung der Flüchtlinge Einhalt geboten. Hier sehen wir die Politik in den Kommunen, im Land und im Bund in der Pflicht.






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