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Stadtkirchenverband Hannover will sich stärker um die Flüchtlinge kümmern
Diakoniepastor regt engere Vernetzung des Engagements an

Der evangelischen Kirchengemeinden in Hannover wollen sich künftig noch stärker für Flüchtlinge einsetzen. Auf der Flucht zu sein oder in der Fremde zu leben, sei bereits in der Bibel eine Grunderfahrung, sagte Diakoniepastor Rainer-Müller Brandes am Mittwochabend bei der Sitzung des Stadtkirchentages in Hannover. Zugleich schlug er vor, eine halbe Diakonenstelle zu schaffen, um die kirchliche Arbeit mit Flüchtlingen zu vernetzen.

Neben der Hilfe vor Ort sei künftig auch überregional organisierte Hilfe nötig. Dazu könne eine zentrale Telefonnummer für Helfer ebenso gehören wie ein Dolmetscher-Pool. "Wo sind die Begrüßungsgottesdienste für christliche Flüchtlinge, wo ist die Bereitschaft, Flüchtlinge einmal zum Abendessen einzuladen?", sagte Müller-Brandes.

Der Geschäftsführer des Niedersächsischen Flüchtlingsrates, Kai Weber, sagte, für Flüchtlinge, die nach Deutschland kämen, sei es entscheidend, dass sie möglichst schnell eine Arbeit fänden: "Perspektivisch ist es wichtig, dass Flüchtlinge etwas lernen können." Ziel und Zweck der Aufnahme müsse sein, ihnen Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Wenn die Menschen zu lange vom Arbeitsmarkt ferngehalten würden, könnten sie auch bei einer Rückkehr in ihre Heimat nicht mehr arbeiten, weil sie es verlernt hätten. In Deutschland trügen Bilder von herumstehenden jungen Flüchtlingen, die offenbar nichts zu tun hätten, nur dazu bei, Angst vor Fremden zu erzeugen. Weber wies darauf hin, dass nur 10 bis 15 Prozent der Migranten Flüchtlinge seien. Die große Mehrheit seien Arbeitsmigranten aus anderen europäischen Ländern.

Nach einer Umfrage des Stadtkirchenverbandes sind bislang 40 der insgesamt 60 Kirchengemeinden in Hannover, Garbsen und Seelze vor Ort aktiv in der Flüchtlingsarbeit. Sie machen Besuche, unterstützen neu Ankommende bei Behördengängen, helfen Schülern bei den Hausaufgaben, erteilen Sprachunterricht, betreuen Kinder und bieten in einzelnen Fällen auch medizinische Hilfe an.

30 Gemeinden arbeiteten mit nichtkirchlichen Gruppen zusammen. Zudem gebe es finanzielle Unterstützung, etwa durch Kollekten. Weitere Gemeinden hätten angekündigt, dass sie sich demnächst mit dem Thema beschäftigen wollten, weil in ihrer Nähe eine Unterkunft für Flüchtlinge geplant sei. Zum Stadtkirchenverband gehören knapp 200.000 Christinnen und Christen.
(Evangelischer Pressedienst)







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